Das Malum perforans ist ein tiefes, wie ausgestanzt wirkendes Geschwür (Ulkus) der Fußsohle, das als Komplikation beim Diabetes mellitus auftritt (diabetischer Fuß), aber auch bei neurologischen Krankheiten, wie der Tabes dorsalis oder einer Syringomyelie, infolge einer Fehlbelastung und Sensibilitätsstörung auftritt.


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Ursachen


Am häufigsten ist die Zuckerkrankheit Ursache eines Malum perforans. An der Entstehung wirken eine diabetische Polyneuropathie mit einer Gangstörung und eine diabetische Mikroangiopathie (Verengung kleiner Blutgefäße) zusammen. Durch eine Störung der Sensibilität kommt es zu einer Fußfehlbelastung (Senk-Spreizfuß) und einem eingeschränkten oder fehlenden Gefühl von Schmerzen an der Fußsohle. Die Mikroangiopathie führt zu Durchblutungsstörungen der Haut, speziell an stark belasteten Stellen. Eine Druckstelle kann daher – ähnlich wie bei einem Dekubitus – unbemerkt zum Geschwür werden.

Neurologische Ursachen sind selten; Auslöser können eine Spinalkanalstenose und eine Spondylolisthesis sein. (1)J UOEH. 1984 Jun 1;6(2):171-6. doi: 10.7888/juoeh.6.171 und eine Spina bifida (2)J Am Podiatry Assoc. 1970 Jun;60(6):248-9. doi: 10.7547/87507315-60-6-248.

Klinischer Befund

Geschwür an der Fußsohle
Malum perforans bei diabetischem Spätsyndrom

Das Ulkus ist relativ scharf begrenzt, wirkt manchmal wie ausgestanzt und kann tief bis zum Knochen reichen. Es tritt vor allem an den Stellen auf, an denen ein Knochenende von innen auf die Fußsohle drückt, so z. B. unter den Köpfchen der Mittelfußknochen (Metatarsalia), aber auch an Druckstellen deformierter Knochen eines Charcot-Fußes.

Durch das Geschwür kann es zu einer sich ausbreitenden Infektion bis hin zu einer septischen Fußgelenksarthritis und einer Sepsis kommen. (3)Rom J Morphol Embryol. 2021 Apr-Jun;62(2):615-619. DOI: 10.47162/RJME.62.2.31

Knochenschmerzen von Fußknochen können auch auf eine Osteomyelitis (Knoochenentzündung) hindeuten, die in aller Regel chronisch verläuft. (4)Acta Dermatovenerol Croat. 2015;23(1):72-3. PMID: 25969919.

Therapie

Die Behandlung des diabetisch bedingten Malum perforans ist wegen der bestehenden Mikroangiopathie langwierig. Sie basiert auf einer Druckentlastung beim Gehen, einer lokalen Infektions- und Entzündungstherapie und einer Verbesserung der Durchblutung.

Verweise


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Literatur[+]