Wassermelonenmagen

Definition

Endoskopisch erkennbare Veränderungen der Magenschleimhaut, vor allem im Antrum, die einer Wassermelone ähneln.

Klinik

Betroffen sind meist ältere Frauen mit Leberzirrhose und portaler Hypertension oder einer Autoimmunerkrankung. Sie fallen in der Regel durch eine Blutungsanämie auf.

Therapie

  1. Antrektomie: definitive Heilung bei einer Erfolgsrate von 65%. Gesamtmortalität wegen Begleiterkrankungen (z. B. Leberzirrhose) mit bis zu 7% relativ hoch [1]
  1. Laser-Therapie: abhängig von der Ausprägung mehrere Sitzungen nötig. Eine Behandlung mit dem Neodym-Yag-Laser wohl effektiver als mit dem Argon-Laser [2]. Komplikationsmöglichkeit: selten Perforation der Magenwand, später narbige Strikturen möglich.
  1. Ethinylöstradiol in Kombination mit einem Gestagen bewirkt in einigen Fälle eine Reduktion der Blutungsereignisse [3][4]

Ohne wesentliche Erfolgsaussichten auf die Blutungen aus einem Wassermelonenmagen ist die Senkung des portalvenösen Drucks bei portaler Hypertension.

Literatur

  • Jabbari M et al. Gastric antral vascular ectasia. Gastroenterology 1984; 87: 1165-1170
  • Schönfelder et al. Therapieoptionen bei vaskulären Ektasien des Magenantrums (Wassermelonenmagen). Dtsch Med Wschr 2001; 126: 985-987

Fußnoten

  1. ? Am J Gastroenterol 1987; 82: 1333-1334
  2. ? Lasers Surg Med 1992; 12: 478-481
  3. ? Gut 1992; 33: 715-717
  4. ? Am J Gastroenterol 1995; 90: 154-156