Peliosis hepatis

Definition

Die Peliosis hepatis ist eine seltene Erkrankung, die durch blutgefüllte, zystisch wirkenden Lacunen gekennzeichnet ist, die in der Leber, auftritt.

Ätiopathogenese

Ursache und Entwicklung einer Peliosis sind weitgehend unbekannt. Sie tritt bei konsumierenden Erkrankungen (Tumorerkrankungen) und als Medikamentennebenwirkung auf. Bei Medikamenten ist insbesondere ist an anabole Steroide und orale Kontrazeptiva zu denken. Aber auch andere Ursachen wurden angeschuldigt, so z. B. maligne Blutkrankheiten, Tuberkulose, AIDS oder chronischer Alkoholabusus. 1)Forensic Sci Int. 2005 Apr 20;149(1):25-33

Klinische Bedeutung

Die blutgefüllten Raumforderungen können rupturieren und zu einer intraperitonealen Blutung führen.

Diagnostik

Eine Peliosis kann verschiedene Erscheinungsformen in der Sonographie der Leber und im Computertomogramm der Leber aufweisen. 2)AJR Am J Roentgenol. 2006 Jul;187(1):W43-52 Oft wird eine tumoröse Raumforderung beschrieben (Pseudotumor 3)AJR Am J Roentgenol. 2005 Aug;185(2):558-9 ). Eine Leberbiopsie zur Abklärung des unklaren Herds kann zu einer Blutungskomplikation führen, da kein eindeutiges diagnostisches Kriterium in der Bildgebung bekannt ist. Eine Kontrastmittelsonographie mit SonoVue kann gelegentlich eine gute Blutversorgung nachweisen. Wenn ein Aspekt wie bei einem kavernösen Hämangiom vorliegt, würde auf eine Biopsie verzichtet. In unklaren Fällen wird in der Regel laparoskopisch exploriert.

Differenzialdiagnosen

Histologisch kann das Bild einer blutgestauten Leber bei einer venoocclusive disease oder einem kavernösen Hämangiom ähneln. 4)Forensic Sci Int. 2005 Apr 20;149(1):25-33

Therapie

Wegen der Gefahr einer Ruptur mit lebensbedrohlicher Blutung in den Bauchraum wird in der Regel eine Resektion des Bezirks durchgeführt.

Verweise

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).


 


Literatur   [ + ]

1, 4. Forensic Sci Int. 2005 Apr 20;149(1):25-33
2. AJR Am J Roentgenol. 2006 Jul;187(1):W43-52
3. AJR Am J Roentgenol. 2005 Aug;185(2):558-9