Erythroleukämie

Die Erythroleukämie ist eine sehr seltene unkontrollierte, krebsartige Vermehrung von meist roten und weißen Blutkörperchen. Sie entsteht im Rahmen einer akuten myeloischen Leukämie aus entarteten Knochenmarkstammzellen. In extrem seltenen Fällen ist nur die Erythroblasten-Reihe von der malignen Degeneration betroffen, so dass sich ein reiner roter Blutkrebs entwickelt.

Die Prognose ist schlecht; bei Diagnosestellung liegt das mittlere Überleben meist nur bei wenigen Wochen. Es kommt, ähnlich wie bei der Polycythämie, zu einer Erhöhung der Blutviskosität und einer Thromboseneigung.

Die Behandlung bewirkt eine nur geringe Lebensverlängerung. Sie beinhaltet meist eine Kombination von Cytarabin, Daunorubicin und Idarubicin. Größere Studien fehlen wegen der Seltenheit der Erkrankung.

Verweise