Proktogene Obstipation

Proktogene Obstipation bedeutet Verstopfung durch Ursachen, die im Darmausgangsbereich liegen. Am häufigsten sind Schmerzen am Darmausgang, eine narbige Verengung oder ein Tumor die Ursache. Die Diagnostik besteht aus einer digitalen und einer endoskopischen Untersuchung, ggf. auch aus einer Durckmessung und einer Defäkographie.

Ursachen

  • Ein Tumor im Enddarmbereich (Rektumkarzinom) oder am Analkanal (Analkarzinom) kann zu einer Störung der Stuhlentleerung führen. Er muss endoskopisch bezüglich Lage und Ausdehnung untersucht werden. Eine Endosonographie gibt eine Aussage zur Tiefenausdehnung und zu lokalen Metastasen. Eine Gewebeprobe ist unerlässlich. Aus all diesen Informationen kann ein Therapiekonzept erstellt werden.
  • Eine narbige Verengung (Striktur) im Analkanal, die nach Entzündungen oder einer Operation in diesem Bereich entstehen kann, wird bereits durch eine digitale Untersuchung erkennbar. Eine Endosonographie ist zum Ausschluss eines in der Tiefe wachsenden Tumors erforderlich.
  • Die obstruktive Defäkationsstörung ist bei älteren Menschen relativ häufig und sollte auf ihre Ursachen genau untersucht werden. Dazu siehe hier.

Diagnostik

Zur Diagnostik der Obstipation siehe hier. Wenn vermutet wird, dass ihre Ursache im Enddarmbereich oder Analkanal liegt, kommen die Untersuchungsmethoden der Proktologie zur Anwendung (siehe hier). Dazu gehören nach der Anamnese zum Stuhlgang die äußere Inspektion, digitale Austastung, Endoskopie des Analkanals und Rektums (Anoskopie und Proktoskopie), Endosonographie des Analkanals, Manometrie des Analkanals und ggf. auch Defäkographie, CT oder MRT.

Verweise

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).