Vitamin B1

Vitamin B1 ist ein vor allem im zentralen und peripheren Nervensystem wirksames Vitamin. Es dient als Vorstufe des Thiaminpyrophosphats (TPP), das vom Körper selbst nicht hergestellt werden kann. Thiamin selbst kann vom Körper ebenfalls nicht selbst hergestellt werden und gehört daher zu den Vitaminen. Es ist wasserlöslich und hitzelabil und geht beim Kochen großenteils verloren. Ein Mangel führt zu schweren Hirnleistungsstörungen.


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Alternative Bezeichnungen

Andere Bezeichnungen für Vitamin B1 sind

  • Thiamin: der Begriff bezieht sich auf den Schwefelgehalt des Moleküls,
  • Aneurin: die Bezeichnung drückt die antineuritische und Nervenzellen-stabilisierende Wikrung aus.

Biochemische Funktionen

Vitamin B1 wird zur Bildung von Thiaminpyrophosphat (TPP) benötigt. Es ist ein Kofaktor verschiedener Enzyme (Coenzym bei z. B. der Deacetylierung von Pyruvat, der oxidativen Decarboxylierung von alpha-Ketoglutarat und im Pentosephosphatzyklus, der zur Synthese von Nukleotiden benötigt wird).

Vorkommen, Bedarf

Der tägliche Bedarf liegt bei 1,1 bis 1,3 mg. Thiamin kommt in vielen pflanzlichen und tierischen Produkten vor. Beispiele (pro 100 g): Bäckerhefe um13 mg (!), Weizenkeime und Sonnenblumenkerne um 2 mg, Sesam und Sojabohnen um 1 mg, Erbsen und Haferflocken um 0,7 mg.

Mangelerscheinungen

Der Thiaminmangel wirkt sich insbesondere am zentralen und peripheren Nervensystem (Neuropathie, Enzephalopathie), am Herzen (Herzinsuffizienz) und der peripheren Muskulatur (Schwäche) aus. Mehr dazu siehe hier.

Verweise