Cardiainsuffizienz

Artikel aktualisiert am 23. November 2023

Die Cardiainsuffizienz stellt eine Inkompetenz oder Undichtigkeit des Verschlussmechanismus am Mageneingang dar. Ursache ist eine Schwäche des unteren Ösophagussphinkters. Sie ist die eigentliche Ursache einer Refluxkrankheit.

Refluxkrankheit – einfach erklärt


Risikofaktoren

Das Risiko für eine Cardiainsuffizienz und damit für eine Refluxkrankheit ist erhöht bei folgenden Bedingungen:


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Pathogenetische Bedeutung

Eine unzureichende Funktion des muskulären Verschlussmechanismus zwischen Ösophagus und Magen ist eine wesentliche Voraussetzung für eine Refluxkrankheit. Die Cardiainsuffizienz wird von der Hiatusinsuffizienz unterschieden. Diese ist eine Erweiterung der Zwerchfelllücke, durch die der Ösophagus aus dem Thorax (Brustkorbbereich) in den Bauchbereich hindurchtritt, die jedoch häufig, aber nicht immer mit einer Cardiainsuffizienz einhergeht.

Folge einer Cardiainsuffizienz ist eine gastroösophageale Refluxkrankheit mit den Risiken eines Barrett-Ösophagus und eines Barrett-Karzinoms. Symptome können Aufstoßen und Sodbrennen (brennendes Gefühl hinter dem Brustbein) sein.

Achalasie

Eine Achalasie ist ebenfalls eine sich am unteren Ösophagussphincter abspielende Krankheit, die aber nicht auf einer Schwäche (Insuffizienz) des unteren Verschlussmechanismus beruht, sondern im Gegenteil auf einer zu starken muskulären Spannung, sodass die Speise nicht in den Magen gelangen kann. Siehe hier.

Verweise

Patienteninfos

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