Axiale Spondyloarthritis

Die axiale Spondyloarthritis (auch als Morbus Bechterew bekannt) ist eine chronische rheumatische Erkrankung des Achsenskeletts, die zu Versteifung der Wirbelsäule und der Kreuzbein-Beckengelenke führen kann. Die Erkrankung ist relativ häufig; etwa 1% der Bevölkerung sind betroffen. Ihr liegt eine genetische Veranlagung (Prädisposition) zugrunde. Weitgehend ungeklärt ist, was sie auslöst; Darmbakterien bzw. Darminfektionen spielen offenbar eine Rolle. 1) 2016 Jul;28(4):352-8. doi: 10.1097/BOR.0000000000000296. 2) 2017 Jul 1;390(10089):73-84. doi: 10.1016/S0140-6736(16)31591-4.

Eine frühzeitige Diagnosestellung ermöglicht einen frühzeitigen Beginn einer wirksamen physiotherapeutischen Vorbeugung von Spätschäden. Besondere Bedeutung für die Erkennung der Krankheit kommen dem Beschwerdebild (nächtliche Beschwerden beim Liegen, Morgensteifigkeit an Wirbelsäule und im Kreuzbereich), der Laborkonstellation (HLA-B27 positiv, Rheumafaktor negativ) und dem MRT-Befund zu.

Neue Medikamente verlangsamen oder stoppen den Entzündungsprozess und verbessern die Prognose erheblich. Dazu gehören Antikörper gegen die Entzündungsvermittler TNF-alpha und Interleukin-17.

Dazu siehe hier.


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Verweise

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).


 

Literatur   [ + ]

1. 2016 Jul;28(4):352-8. doi: 10.1097/BOR.0000000000000296.
2. 2017 Jul 1;390(10089):73-84. doi: 10.1016/S0140-6736(16)31591-4.