Makroamylasämie

Definition

Makromolekül mit enzymatischer Amylasefunktion, in der Regel Assoziation von Amylase (aus Pankreas oder Speicheldrüse) mit Immunglobulinen.

Bedeutung

Amylase, die an Makromoleküle gekoppelt vorliegt, kann von den Nieren nicht ausgeschieden werden und verbleibt deutlich länger im Blut. Folge ist eine Erhöhung der enzymatischen Aktivität über den als normal festgelegten Grenzwert. Während jedoch eine Aktivitätserhöhung der Amylase im Serum in der Regel auf eine Entzündung der Speicheldrüsen (Sialadenitis) oder des Pankreas (Pankreatitis) hindeutet, kann ein solcher Schluss bei einer Makroamylasämie nicht gezogen werden.

Ähnliche diagnostische Probleme gibt es bei anderen Makroenzymen, wie z. B. bei der Makro-CK.

Eine “Enzymerhöhung” im Serum ohne klinische Zeichen einer normalerweise aus ihr ableitbaren Krankheit ist verdächtig auf das Vorliegen eines Makroenzyms. In der Regel hat eine Makroamylasämie keine klinische Bedeutung.

Verweise