Prostata

Die Prostata ist als Vorsteherdrüse bekannt. Vor allem die gutartige Prostatavergrößerung mit der durch sie bedingten Störung des Wasserlassens sowie das Prostatakarzinom, der beim Mann häufigste bösartige Tumor, begründen die große medizinische Bedeutung des kleinen Organs.


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Anatomie

Die Prostata ist eine kastaniengroße Drüse des Mannes, die die Harnröhre direkt unterhalb des Abgang von der Harnblase umgibt. Sie grenzt kranial somit an die Harnblase, kaudal in das Diaphragma urogenitale, nach ventral an die Symphyse und nach dorsal an das Rektum. Eng benachbart sind zudem die beiden Samenblasen, deren Ausführungsgang sich mit dem Ductus deferens (Samenleiter) vereinigt, durch die Prostata zieht und dort am Colliculus seminalis in die Harnröhre mündet.

Zoneneinteilung

Die Prostata wird nach nach McNeal in folgende Zonen eingeteilt:

  • periphere Zone: ca. 75%, dorsokaudal gelegen, häufigster Entstehungsort des Prostatakarzinoms
  • präprostatische Zone: ca. 5-10%, periurethral, hier entwickelt sich die gutartige Prostatahypertrophie
  • zentrale + anteriore Zone

Histologie

Histologisch findet man 40-50 von Muskel- und Bindegewebe umgebene Einzeldrüsen, die einzeln in die Pars prostatica urethrae münden.

Funktion

Die Prostata produziert eine Flüssigkeit, die dem Sperma bei der Ejakulation zugemischt wird. Seine Inhaltsstoffe erhöht die Beweglichkeit der Spermien und verflüssigen über eine Serinprotease (die das prostataspezifische Antigen (PSA) darstellt) das Sekret. Zudem bewirkt der fast neutrale pH des Sekrets eine Anhebung des sauren Vaginalsekrets, was für die Beweglichkeit der Spermien dort von Bedeutung ist.

Pathologie

Die Prostata besitzt eine Tendenz, sich mit zunehmendem Alter zu vergrößern. Es kann sich eine Prostatahyperplasie entwickeln und auch ein Prostatakarzinom, der beim Mann häufigste Tumor. Führt die Vergrößerung zu einer Einengung der Harnröhre (Urethra), so kommt es zu einer Störung des Wasserlassens (Miktionsstörung) und einer Blasenentleerungsstörung. Eine vergrößerte Prostata kann durch rektalen Tastbefund festgestellt und durch eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ausgemessen werden.

Verweise