Praktische Tipps für den Krankenhausalltag

Von Fachärzten verständlich geschrieben und wissenschaftlich überprüft

Hier werden einige Tipps für den Krankenhausalltag gegeben, die helfen sollen, bei praktischen Problemen rasch richtige Entscheidungen zu treffen. Die Seite ist im Aufbau und wird ständig ergänzt.

Abstrich Bakterien

  • Mycoplasmen: Vor Austrocknung schützen.
  • Gonokokken: spezielles Nährmedium
  • Chlamydien: spezielles Nährmedium

Elimination von Antibiotika

  • Penicillin G: tubuläre Sezernierung
  • Erythromycin: biliäre Sezernierung
  • Aminoglycoside (Gentamicin u.a.): glomeruläre Filtration

Azathioprin

  • Vor Applikation bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen muss die Aktivität der Thiopurinmethyltransferase (TPMT) bestimmt werden. Bei nur mittlerer bis geringer Aktivität wird Azathioprin nicht adäquat verstoffwechselt und es häufen sich toxische Metabolite an. Dazu benötigt man ein EDTA-Röhrchen mit Blut.
  • Die ersten 4 Wochen wöchentlich eine Spiegelkontrolle.

Cephalosporine

  • Lücke: Enterokokken (Streptokokken Serogruppe D)

Blutentnahme

Liquorpunktion

  • Wenn Glukose im Liquor bestimmt werden soll, muss parallel auch immer die Serumglukose abgenommen werden. Ein erniedrigtes Liquorglukose ist nicht pathologisch, wenn der Blutzuckerspiegel auch niedrig war, da beide Grössen über Osmose zusammenhängen. Liquorglukose = 2/3 Blutglukose.

Urinkultur

  • Wenn sofortiger Versand zum Labor nicht möglich ist, bei 4 Grad lagern, sonst vermehren sich die Bakterien der natürlichen Hautflora (Kontamination des Beutelurins) und bedingen ein verfälschtes Ergebnis.

Tetrazykline

  • Lücke für Pseudomonas, Klebsiella, Serratia