Neutrophile Granulozyten

Neutrophile Granulozyten sind weiße Blutkörperchen (Granulozyten) ohne spezielle Färbeeigenschaften im Differenzialblutbild. Sie machen den Hauptteil der aus dem Knochenmark stammenden weißen Blutzellen aus. Durch ihre Färbeeigenschaft unterscheiden sie sich von den sehr viel selteneren basophilen und eosinophilen Granulozyten.

Zu Leukozyten siehe hier.

Unspezifische Abwehr von Erregern

Neutrophile Granulozyten gehören zu den Fresszellen und beteiligen sich entscheidend an der körpereigenen unspezifischen Abwehr von Infektionserregern. Sie werden ständig im Knochenmark gebildet und zirkulieren für bis zu 8 Stunden in der Blutbahn. Durch Zytokine werden sie über lokale Infektionen im Gewebe benachrichtigt, woraufhin sie die Blutbahn verlassen und zur unspezifischen Infektionsabwehr durch Phagozytose der Erreger beitragen. Eine massive Anhäufung solcher Fresszellen führt zur Bildung von Eiter in Form eines Abszesses oder Empyems.

Rechtsverschiebung – Linksverschiebung

Unter normalen Bedingungen ist die Verteilung verschiedenen im im Differenzialblutbild nachweisbaren Reifegrade der Granulozyten in gewissem Maße konstant. Bei einer erhöhten Nachproduktion, wie sie bei einem bakteriellen Infekt eintreten kann, dominieren die jungen und die unreifen Formen (Linksverschiebung). Bei einer Reifungsstötrung kann es zu einer relativen Vermehrung der alten Formen kommen (Rechtsverschiebung).

Mehr dazu siehe hier.


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Verweise

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).