AFP ist die Abkürzung für Alpha-Fetoprotein; es ist ist ein onkofetales Antigen. Es wird im Dottersack des Embryos und Fetus gebildet und geht in das Fruchtwasser und ins mütterliche Blut über. Diagnostisch bedeutsam wird AFP als Marker für Leberzellkarzinome und embryonale Tumore.
Indikationen
AFP dient zur Diagnostik und Verlaufskontrolle des hepatozellulären Karzinoms und bestimmter Tumore des Hodens.
Referenzbereich
Der Normbereich liegt bei Kindern über 1 Jahr, Jugendlichen und Erwachsenen bis 10 μg/l (7 IU/ml).
Erhöhter Wert
Erhöhte Werte finden sich
- in der Schwangerschaft ab 10. Woche,
- bei Lebererkrankungen mit starker Regeneration,
- bei einer Hepatitis mit Leberumbau,
- bei einer Leberzirrhose mit aktivem Umbau,
- beim hepatozellulären Karzinom (HCC), bei dem die Werte mit zunehmendem Entdifferenzierungsgrad besonders hoch ansteigen können (cholangioläre Karzinome dagegen sind immer AFP-negativ); bei einem HCC auf dem Boden einer Hämochromatose findet sich nur in etwa 50% der Fälle eine Erhöhung des AFP,
- bei Keimzelltumoren:
- bei Dottersacktumoren,
- bei embryonalen Karzinomen wie den nicht-Seminom-Hodentumoren (wohingegen Seminome, Teratome und Dysgerminome AFP-negativ sind).
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Niedrige Werte
Eine fehlende AFP-Erhöhung schließt weder ein hepatozelluläres Karzinom noch einen Hodentumor aus.




