DOAC

DOAC (direct oral anticoagulants) sind neuere direkt wirkende orale Gerinnungshemmer. Auch die Bezeichnung NOAC für „novel oral anticoagulants“ wird gelegentlich benutzt. Zu ihnen gehören z. B. Dabigatran, Rivaroxaban, Apixaban und Edoxaban. Hauptwirkungsweise ist die direkte Hemmung von Gerinnungsfaktoren, so z. B. des Gerinnungsfaktors Xa oder von Thrombin.

Indikationen: Haupteinsatzgebiete der DOAC sind die Vorbeugung eines Schlaganfalls bei Vorhofflimmern und die Thrombembolieprophylaxe bei Thromboseneigung bzw. anamnestisch wiederholten embolischen Ereignissen, wie einer Lungenembolie. Sie ersetzen zunehmend Coumarinderivate.

Komplikationen: Bei therapiebedingten Blutungskomplikationen bedürfen sie der Möglichkeit einer raschen Aufhebung ihrer Gerinnungshemmung. Für Dabigatran existiert bereits ein zugelassener Antagonist, Idarucizumab. Inzwischen werden eine Reihe universal wirkender Antagonisten entwickelt, so beispielsweise Andexanet (zu Antagonisten der neuen oralen Antikoagulanzien siehe hier).

Wirkungs-/Nebenwirkungsprofil: Alle DOAC haben ein günstigeres Wirkungs-/Nebenwirkungsprofil als Warfarin ( 2013 Aug 8;(8):CD008980. doi: 10.1002/14651858.CD008980) und zeigen im Vergleich zu Warfarin selbst bei Niereninsuffizienz eine günstigere Wirkung bezüglich einer Vorbeugung von Schlaganfall und Thromboembolien (RR 0.81) sowie eine geringere Komplikationsrate bezüglich großer Blutungen (RR 0.79) 1) 2017 Nov 6;11:CD011373. doi: 10.1002/14651858.CD011373.pub2..


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Verweise

Literatur   [ + ]

1. 2017 Nov 6;11:CD011373. doi: 10.1002/14651858.CD011373.pub2.