Sulforaphan

Sulforaphan ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der in Broccoli vorkommt und eine Reihe von biologischen Wirkungen entfaltet.

Wirkungen von Sulforaphan

Das Isothiozyanat Sulforaphan [1-isothiocyanato-4-(methylsulfinyl)butane] ist ein hochpotenter Induktor von Phase-2-zytoprotektiven Enzymen mit einer Vielzahl klinisch interessanter pharmakologischer Wirkungen. Es fördert proinflammatorische Cytokine, wie Interleukin-1β und Interleukin-18. 1) 2016 Jan;99(1):189-99. doi: 10.1189/jlb.3A0415-155RR. Beispiele sind folgende:

  • Es bewirkt experimentell in verschiedenen Zelllinien und Geweben eine Chemoprotektion gegen Karzinogene, oxidativen Stress und Entzündungsreaktionen [1].
  • Es schützt die Gefäßendothelien vor Schädigung durch Entzündungsreaktionen [2].
  • Es hemmt das Wachstum von Brustkrebsstammzellen [3] und von Prostatakrebs [4].
  • Es hemmt die Angiogenese in Tumoren und vermag wahrscheinlich über diesen Weg (ähnlich wie die Antiangiogenese durch Bevacizumab) das Tumorwachstum zu hemmen [5].
  • Es hemmt in Kombination mit Resveratrol das Wachstum von Gliom-Zellen in Kultur[6].
  • Es hemmt die Bildung von Melanin und könnte zur Entfärbung gebräunter Haut führen [7].
  • Es schützt das Gehirn vor hypoxisch-ischämischer Schädigung [8] (Neuroprotektion). Es schützt Nervenzellen vor Degeneration durch Toxine oder Sauerstoffmangel[9], was bei der Behandlung der Parkinson-Krankheit eine Bedeutung erlangen könnte [10]. Es wirkt gegen die entzündlichen Reaktionen der Mikroglia, was sich therapeutisch ausnutzen lassen könnte [11] , so z. B. bei der durch Hyperammioniämie induzierten Enzephalopathie bei Leberzirrhose 2) 2016 Feb 16;13:41. doi: 10.1186/s12974-016-0505-y. oder bei der Alzheimer-Krankheit 3) 2016 Feb;38:1-10. doi: 10.1016/j.neurobiolaging.2015.10.016..
  • Es schützt die Nieren vor Cisplatin-induzierter Nierenschädigung [12].
  • Es schützt die Muskulatur (in Tierexperimenten) vor Schädigung durch übermäßige Anstrengung [13].

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Verweise

Literatur

  1. ? Ahn YH. Proc Natl Acad Sci U S A. 2010 May 3.
  2. ? Shan Y. Cardiovasc Toxicol. 2010 Apr 20
  3. ? Clin Cancer Res. 2010 May 1;16(9):2580-90
  4. ? Cancer Prev Res (Phila Pa). 2010 Apr;3(4):484-94
  5. ? Oncol Rep. 2009 Dec;22(6):1473-8
  6. ? Neurochem Res. 2010 Jan;35(1):152-61
  7. ? Biosci Biotechnol Biochem. 2010 Mar 23;74(3):579-82
  8. ? Ping Z. Brain Res. 2010 Apr 22
  9. ? J Neurosci Res. 2010 May 1;88(6):1355-63
  10. ? Mol Nutr Food Res. 2010 Apr;54(4):532-42
  11. ? Brandenburg LO, Inflamm Res. 2009 Nov 19
  12. ? Toxicol Lett. 2010 Feb 15;192(3):278-85
  13. ? J Appl Physiol. 2009 Oct;107(4):1028-36


Literatur   [ + ]

1. 2016 Jan;99(1):189-99. doi: 10.1189/jlb.3A0415-155RR.
2. 2016 Feb 16;13:41. doi: 10.1186/s12974-016-0505-y.
3. 2016 Feb;38:1-10. doi: 10.1016/j.neurobiolaging.2015.10.016.