Byler-Syndrom
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[bearbeiten] Synonym
Progressive familiäre intrahepatische Cholestase (PFIC)
[bearbeiten] Ätiopathogenese
Autosomal rezessiv vererbte Störung der biliären Ausscheidung von Gallensäuren.
[bearbeiten] Typ 1
Beim Typ 1 liegt das verantwortliche Gen liegt auf Chromosom 18. Offenbar handelt es sich um das gleiche Gen, das für die benigne rekurrierende intrahepatische Cholestase verantwortlich ist[1].
[bearbeiten] Typ 2
Beim Typ 2 (PFIC-2) liegt der Mutationsort auf dem Gen für den kanalikulären Gallensäuretransporter (BSEP = bile salt export pump; D482-Mutation: unstabile und temperatursensitive Gallensäure-Exportpumpe[2]). Wegen der bei beiden Typen vorliegenden Exkretionsstörung für Gallensäuren ist die Gallensäurekonzentration in der Galle sehr gering. Die Galle hat damit kaum Detergenwirkung, worauf die diskrepant niedrige gamma-GT-Aktivität im Blut zurückgeführt werden kann.
[bearbeiten] Typ 3
Beim Typ 3 ist dagegen die gamma-GT hoch; die Ursache ist daher nicht im Bereich des Gallensäuretransports gelegen. Sie wurde als eine Mutation des Multidrug-Resistance-Gens (MDR) identifiziert. Folge der Exkretionsstörung ist eine progrediente intrahepatische Cholestase und (anders als beim Summerskill-Walsh-Tygstrup-Syndrom) eine frühe Leberzirrhose mit portaler Hypertension. Die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung eines hepatozellulärem Karzinomscheint erhöht zu sein. Klinisch imponieren Wachstumsverzögerung, Ikterus (anfangs manchmal fluktuierend) und Hepatosplenomegalie. Die Resorption von Fett und fettlöslichen Vitaminen ist eingeschränkt. Häufig findet sich eine Osteopenie.
[bearbeiten] Klinik
[bearbeiten] Labor
Typisch sind sehr niedrige Werte für gamma-GT und Serumcholesterin. Häufig finden sich Gallensteine (wegen Gallensäuremangel in der Galle schlechte Cholesterinlöslichkeit)
[bearbeiten] Therapie
Substitution fettlöslicher Vitamine, MCT-Kost. Die Transplantation einer gesunden Leber bedeutet Heilung.
[bearbeiten] Prognose
Schlecht; ohne Lebertransplantation erreichen nur wenige Patienten ein Alter von über 10 Jahren.
[bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Bull LN et al. Hepatology 1997; 26: 155-164, Bull LN et al. Nat Genet 1998; 18: 219-224
- ↑ J Hepatol. 2004 Jan;40(1):24-30




