Der orale Glukosetoleranztest (oGTT, auch als Blutzuckerbelastungstest oder Glukosebelastungstest bezeichnet) dient der Überprüfung der Fähigkeit des Körpers, oral zugeführten Traubenzucker zeitgerecht aus der Blutbahn zu entfernen und in die Körperzellen aufzunehmen. Wenn dies nicht zeitgerecht gelingt, besteht eine gestörte Glukosetoleranz oder bereits ein Diabetes mellitus.
Indikation für den Glukosetoleranztest
Wenn der Nüchternblutzucker unter 126 mg/dl liegt und prädisponierende Faktoren (wie Adipositas, Hypertonie, koronare Herzkrankheit, familiäre Diabetes-Belastung) vorliegen, besteht eine Indikation zur Durchführung des oralen Glukosetoleranztests. Mehr zu den Indikationen siehe hier.
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Bestimmungsmethode
Vorab Bestimmung des Nüchternblutzuckers. Beurteilung:
- Ein Nüchternblutzucker unter 100 mg/dl bedeutet nicht erhöht.
- Ein Wert zwischen 100 und 126 mg/dl bedeutet Hinweis auf gestörte Glukosetoleranz,
- Werte von 126 mg/dl und darüber bedeuten Diabetes mellitus [1].
Es werden 75 g Glukose (in einem Glas Wasser gelöst) zu trinken gegeben. Nach 2 Stunden wird der Blutzucker bestimmt.
Bewertung des 2-Stunden-Blutzuckerwerts
- Bis 140 mg/dl: normale Glukosetoleranz,
- Zwischen 140 und 199 mg/dl: gestörte Glukosetoleranz,
- 200 mg/dl und darüber: Diabetes mellitus Typ 2.
Verweise
Literatur
- ↑ American Diabetes Association. Diagnosis and classification of diabetes mellitus. Diabetes Care. 2008;31(Suppl 1):S55-S60




