Leberwerte

Alpha-Fetoprotein

Alpha-Fetoprotein (AFP) ist ein onkofetales Antigen, dessen Bestimmung zur Erkennung und Verlaufskontrolle eines hepatozellulären Karzinoms (HCC) und eines Keimzelltumors dient.

Normalbereich < 10 Mikrogramm/l

Gering erhöhte Werte findet man auch bei einer Hepatitis. Nach fulminantem Verlauf kann ein erhöhter AFP-Wert auf eine gute Regeneration hindeuten.

Mehr dazu siehe hier.
Mehr zu Tumormarkern siehe hier.


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Blutbild

Das Blutbild besteht aus

MCV

MCV bedeutet mittleres Zellvolumen der Erythrozyten. Es wird berechnet durch Bildung des Quotienten aus Hämatokrit und Erythrozytenzahl. Es ist ein wesentliches Kriterium zur Differenzierung der verschiedenen

Anämieformen. In der Hepatologie ist eine Makrozytose bei Verdacht auf Alkoholschädigung der Leber ein diagnostisches Puzzlestein, das den Verdacht bestärken kann.

Normalwert: 80-96 Kubikmikrometer

Erniedrigung des MCV (Mikrozytose)

Ursache: zusammen mit Hypochromie Hinweis auf Eisenmangel

Erhöhung des MCV (Makrozytose)

Ursachen:

Mehr dazu siehe hier.

MCH (HbE)

MCH bedeutet mittlerer zellulärer Hämoglobingehalt eines Erythrozyten. Er errechnet sich aus dem Quotienten aus Hämoglobin (pg pro Mikroliter) und der Erythrozytenzahl (pro Mikroliter).

Normwert 28-33 pg/Erythrozyt

Erhöhte Werte sind äquivalent einer Hyperchromie der Erythrozyten im Ausstrichpräparat. In der Hepatologie ist eine hyperchrome Makrozytose bei Verdacht auf Alkoholschädigung der Leber ein diagnostisches Puzzlestein, das den Verdacht bestärken kann.

Mehr dazu siehe hier.

Retikulozyten

Bestimmungsmethoden: Mikroskopie oder Flow-Zytometrie

Normbereich: 5-20 pro 1000 Erythrozyten

Beurteilung: zur Bewertung muß die absolute Erythrozytenzahl herangezogen werden. Eine relative Retikulozytenzahl von 10 wäre bei normalen Erythrozytenzahlen normal, bei Anämie jedoch zu gering.

Beim Zieve-Syndrom findet sich begleitend vielfach eine Hämolyse mit erhöhter Retikulozytenzahl.

Mehr dazu siehe hier.

Haptoglobin

Akute-Phase-Protein und Transportprotein für Hämoglobin (bei Hämolyse ins RES)

Methoden: Immunreaktion (Nephelometrie, Immundiffusion)

Normalbereich 50 – 330 mg/dl

Erniedrigt <50 mg/dl

Bedeutung: Hämolyse

Sensitivität bei Werten <25% über 80% und Spezifität über 90%.

Ursachen einer Hämolyse :

Erhöht

(>330 mg/dl);

Bedeutung: Entzündungen

Beim Zieve-Syndrom findet sich begleitend vielfach eine Hämolyse mit erhöhter Retikulozytenzahl.

Mehr zu Haptoglobin siehe hier.

Triglyzeride

Normalbereich: kleiner 200 mg/dl

Erhöhung

Schon mäßig erhöhte Triglyzeridspiegel können auf Dauer eine Fettleber verursachen.

Mehr dazu siehe hier.

Starke Erhöhung

  • bei Chylomikronämien (Typen I und V nach Fredrickson); bei Werten über 1000 mg/dl können eine Pankreatitis und auch sonst ungeklärte Oberbauchschmerzen auftreten; zudem sind manchmal extreme Triglyzeridspiegel (über das 5fache der oberen Normgrenze).

Stark erhöhte Triglyceride sind manchmal Ursache einer Hämolyse und eines Zieve-Syndroms.

Cholesterin

Normalwerte: Erwachsene ohne Risikofaktoren für eine Arteriosklerose < 200 mg/dl (5,2 mmol/l). Risikofaktoren, wie Hypertonie, Adipositas, Hypothyreose oder Diabetes mellitus erfordern deutlich niedrigere Werte.

Siehe auch unter Cholesterin, Blutfette, Hyperlipoproteinämie und Fettstoffwechselstörung.

Verweise


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Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).