Hilfsprojekt in einem Flüchtlingslager in Jordanien

Die Feiertage könnten Gerüchten zu Folge leider auch bedeuten, dass sich die Kämpfe in Syrien wieder verstärken – dies würde dann vermehrt Opfer und wohl vermehrt Arbeit bedeuten; wir sind darauf eingestellt.

Ich merke, dass ich mich gut eingelebt habe, entdecke jeden Tag mehr Details auf den Wegen zur Arbeit und versuche, immer ein paar Bröckchen mehr arabisch zu erhaschen – die Sprache klingt auch schon lange nicht mehr so „harsch“ wie zu Beginn. Mein Visum ist regelgerecht verlängert (viele Fingerabdrücke zieren jetzt meine offizielle Akte hier im Immigration Office). Hatten seit meiner Ankunft keinen Regen, abends kühlt s nun etwas ab, tagsüber haben wir aber nach wie vor um die 30 Grad. Windhosen häufen sich – ein Zeichen, dass auch hier der Herbst naht. Fühle mich gesund, manchmal ein bisschen k.o., aber alles läuft und ich bin irgendwie „am rechten Ort“.

Ich hoffe, die Ereignisse in Deutschland und Europa behalten trotz aller Schwierigkeiten einen positiven Touch, so zumindest kommt dies aus den Medien hier rüber.

Dieses kleine Video (https://youtu.be/RvOnXh3NN9w) macht gerade seine Runde, erstellt vom UN-Flüchtlingswerk – ich finde es sehr beachtlich, wie man in etwa 6 Minuten die Situation so einleuchtend auf den Punkt bringen kann, es sei sehr ans Herz gelegt… Mit deutschem Untertitel!  „Wir schreiben momentan Geschichte. Doch wie soll man sich an uns erinnern? Als fremdenfeindliche, reiche Feiglinge, die sich hinter Zäunen verstecken? Es gibt nur Verluste, wenn wir diese Krise ignorieren, … wenn wir nicht aus Menschlichkeit und Vernunft handeln.“