Helicobacter pylori

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Diagnostik einer Infektion mit Helicobacter pylori

Tests, die eine Biopsie (Probeexzisionen, PE) benötigen:

  • Direkter Helicobacter pylori-Nachweis im Biopsat (Goldstandard, von einigen Untersuchern werden 3 Biopsien gefordert); Färbung mit HE + Silber + Alcian Blau (Genta-Färbung).
  • Urease-Schnelltest; er beruht auf der pH-Erhöhung (und damit einem Farbumschlag) in einem Agar-Gelplättchen durch die Urease-Reaktion (Bildung von Ammonium und CO2 aus Harnstoff) im Biopsat. Antibiotika oder PPI (Protonenpumpenblocker) können den Test falsch negativ ausfallen lassen. Trotzdem liegt die Sensitivität über 90%, die Spezifität bei 100%.

Tests, die keine Biopsie benötigen:

  • Nachweis zirkulierender IgG-Antikörper über ELISA-Test (IgA- oder IgM-AK sind unzuverlässig). Der Test ist nützlich zur Erstfeststellung einer H.p.-Infektion, er kann keine Heilung (Eradikation) nachweisen. Allerdings kann ein Titerabfall, der Monate nach einer Eradikationstherapie nachweisbar sein kann, auf eine erfolgreiche Eradikation hinweisen.
  • Harnstoff-Atemtest; er reflektiert die aktuell durch die Urease gebildete CO2-Menge. Benötigt wird 13C-markierter Harnstoff und ein Massenspektrometer (aufwendige Methode); die Sensitivität ist um so geringer, je geringer die Ureaseaktivität ist. Sie liegt durchschnittlich bei 90%.
  • Stuhl-Antigen-Test
  • Endoskopischer Aspekt; er ist nur im Falle eines Ulkus prädiktiv auf einen H.p.-Befall der Schleimhaut.

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