Diabetes mellitus – einfach erklärt

Wie man Diabetes und seine Folgen erkennt

Um Spätschaden möglichst zu vermeiden, ist es erforderlich, eine gestörte Fähigkeit, Blutzucker in den Körperzellen zu verwerten, (gestörte Glukosetoleranz) so frühzeitig wie möglich zu erkennen. Denn schon zu hohe Blutzuckerwerte nach Mahlzeiten, die man bei der Messung des Nüchternblutzuckers nicht erfasst, können schon zu Folgeschäden führen! Der behandelnde Arzt wird einen Glukosebelastungstest durchführen (Zuckertrunk, anschließend Blutzuckermessungen über 2 Stunden), dessen Ergebnis die weitere Behandlung beeinflussen wird. Insbesondere heißt es im Fall eines krankhaften Ergebnisses, die Lebensführung drastisch umzustellen (Umstellung der Ernährung, mehr körperliche Bewegung, Gewichtsabnahme).

Ist die Zuckerkrankheit erst einmal offenbar (manifest) geworden, muss der Blutzucker ständig kontrolliert werden. Der Grenzwert für Nüchtern-Plasma-Glukose (Blutzuckerbestimmung aus Venenblut) von 126 mg/dl (7,0 mmol/l) (entspricht im kapillären Vollblut – erhalten durch einen Stich in die Fingerbeere – 110 mg/dl (6,1 mmol/l)) sollte nicht überschritten werden.

Der Blutzucker-Langzeitwert HbA1c sollte alle 2 Monate gemessen werden. Er gibt im Groben an, wie die Werte in diesem Zeitraum im Mittel gelegen haben. Angestrebt werden Werte unter 6%, zufrieden kann man oft schon mit Werten unter 6,5 sein. Je höher sie liegen, desto schlechter war der Blutzucker eingestellt, umso intensiver muss nachreguliert werden.

Allerdings sind besonders bei älteren Menschen bei einer straffen Einstellung gelegentliche Unterzuckerungen zu gewärtigen. Da man sie heute wegen des durch sie erhöhten Demenzrisikos für gefährlicher als früher hält, stellt man den Zucker individuell oft auch weniger straff ein und strebt nur HbA1c-Werte von über 7 bis zu 8% an, nicht mehr wie früher solche nahe dem Normbereich.

Zur Diagnostik gehören Untersuchungen der Blutgefäße (Arteriosklerose?), der Nieren (Nierenfunktionsstörung?), der Augen (Netzhautveränderungen: diabetische Neuropathie?), der Beine (Durchblutungsstörungen, diabetisches Fußsyndrom?), der Nerven (Gefühlsstörungen?), des Herzens (Koronarsklerose?) (siehe auch unter Diabetes mellitus Folgeschäden)


→ Über facebook informieren wir Sie über Neues auf unseren Seiten!