Anämie

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Therapie

Die Therapie einer Blutarmut erfolgt entsprechend ihrer Ursache und ihrer Ausprägung.

Ursächliche Therapie

Sie kann sich auf einen Blutverlust, eine Magendarmkrankheit , eine chronische Entzündung, einen Knochenmarkschaden oder einen Tumor richten (siehe oben unter Ursachen einer Anämie).

Ausgleich der Blutarmut

  • Bluttransfusionen: bei chronischer Anämie (z.B. beim myelodysplastischen Syndrom) bleibt man i.d.R. zurückhaltend, bei akuter Anämie kommt sie frühzeitiger zum Einsatz. Indikation zur Bluttransfusion unter Berücksichtigung der klinischen Symptomatik. Sie werden vielfach z. B. bei Hämoglobin unterhalb 7 g/dl durchgeführt, bei einer Herzinsuffizienz, Angina pectoris, besonderer Abgeschlagenheit oder Atemnot auch schon bei einem Hb von etwa 8 oder 9 g/dl oder darüber.
  • Eisensubstitution mit geringen und mittleren Dosen (oral) bei Eisenmangelanämie (meist hypochrome mikrozytäre Anämie (s.o.) ist effektiv und gilt als relativ sicher. Auch eine kurzzeitige intravenöse Applikation von Eisen gilt als relativ sicher. 1) 2018 Feb;17(2):149-159. doi: 10.1080/14740338.2018.1400009.
  • Substitution von Vitamin B12 und Folsäure bei nachgewiesenem Mangel (meist Ursache einer makrozytären hyperchromen Anämie),

Behandlung von Sonderformen:

  • Beim myelodysplastischen Syndrom (MDS) (Krankheit des Knochenmarks) kommen als Therapie nur Transfusionen in Betracht (geleitet durch das Blutbild und die Symptomatik),
  • Bei der renalen Anämie (Anämie bei Niereninsuffizienz, häufig bei Dialysepatienten) ist meist Erythropoetin indiziert, ggf. auch Bluttransfusionen. Neue Optionen ergeben sich durch „Hypoxia-inducible factor (HIF)-Aktivatoren. Sie stimulieren die körpereigene Erythropoetin-Produktion und erhöhen die Eisenverwertung. 2) 2017 Dec;7(3):157-163. doi: 10.1016/j.kisu.2017.09.002. 3) 2018 Jul;27(7):613-621. doi: 10.1080/13543784.2018.1493455.
  • Bei einer Leukämie (z. B. CML, verdrängt die Blutbildung im Knochenmark) kommen Bluttransfusionen und ggf. eine Chemotherapie in Betracht,
  • Bei einem Morbus Osler wird versucht, alle erkennbaren Gefäßmissbildungen im Magendarmkanal endoskopisch zu verschorfen (elektrisch zu koagulieren), ansonsten Bluttransfusionen.
  • Bei einer autoimmunhämolytischen Anämie mit Wärmeautoantikörpern: Glukokortikoide, zusätzlich Behandlung der assoziierten Krankheit, ggf. bei Therapieversagen Rituximab,
  • Bei einer autoimmunhämolytischen Anämie mit Kälteagglutininen: ggf. Rituximab (siehe hier).

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Verweise

Anämie durch

Weiteres

Patienteninfos

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Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).


 


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Literatur

Literatur
1 2018 Feb;17(2):149-159. doi: 10.1080/14740338.2018.1400009.
2 2017 Dec;7(3):157-163. doi: 10.1016/j.kisu.2017.09.002.
3 2018 Jul;27(7):613-621. doi: 10.1080/13543784.2018.1493455.