Anämie

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Diagnostik

Nachweis der Anämie: Eine Blutarmut kann verdächtigt werden, wenn eine entsprechende Symptomatik und zudem ein dazu passender klinischer Befund vorliegen. Gesichert wird sie durch die Bestimmung der Erythrozytenparameter.

Ursachendiagnostik: Der nächste diagnostische Aspekt betrifft die Suche nach der Ursache. Hierbei hilft die Unterscheidung nach Hämoglobingehalt und Größe der roten Blutkörperchen.

  • Klinischer Befund:
    • Blässe: blasse Lippen, blasse Bindehäute der Augen (Conjunktiven)
    • Rascher Herzschlag, Tachykardie.

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Weitere Diagnostik je nach verdächtigter Ursache

Erythrozytenparameter:

Wenn die Erythrozyten mikrozytär (zu klein) gemessen werden, wird ein Eisenmangel zu verdächtigen sein; der wiederum lässt an eine Blutung als Ursache denken lassen.

Wenn die Erythrozyten makrozytär (zu groß) gemessen werden, ist ein Vitamin-B12-Mangel zu verdächtigen und die Ursache im Magen oder im unteren Dünndarm zu suchen. Bei einer Typ-A-Gastritis kommt es zu einem Mangel an „intrisic factor“; bei einer Erkrankung des terminalen Ileums (z. B. Ileitis terminalis) zu einer mangelhaften Resorption von Vitamin B12.

Weitere Untersuchungen:

  • Eisenbelastungstest: Resorption im oberen Dünndarm gestört? Eisenmangel kann die häufige mikrozytäre Anämie erklären; Ursache kann z. B. eine Sprue sein (Dünndarmbiopsie!, Antiendomysium-Antikörper bestimmen!).
  • Knochenmarkbiopsie bei Verdacht auf Knochenmarkskrankheit: zugrunde liegen kann z. B. ein myelodysplastisches Syndrom (MDS), eine Infiltration von Tumorzellen, ggf. auch eine toxische Knochenmarksschädigung

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