Zentraler Venendruck

Als zentralen Venendruck bezeichnet man den Druck im rechten Vorhof.

Untersuchung

Genaue Messungen invasiv über ZVK, klinische Abschätzung über 2 Methoden möglich:
V. jugularis externa: Oberkörper des Patienten so steil lagern, dass der Kollapspunkt der Vene sichbar wird. Bei hohen Drücken ist dafür eine senkrechte Lagerung nötig. Für bessere Sicht Kopf leicht zur Gegenseite drehen. Handrückenvenen: Die Hand des sitzenden Patienten wird langsam über das Herzniveau angehoben, bis die Venen am Handrücken kollabieren.
Eine Annäherung an den zentralen Venendruck in cmH2O ergibt sich aus der Höhendifferenz des jeweiligen Kollapspunkts zum rechtem Vorhof, der sich etwa 5 cm unterhalb des Angulus sterni befindet.
Cave: bei schräg liegenden Patienten das Lot auf den Angulus fällen und nicht entlang des venösen Verlaufs messen.

Pathophysiologie

Im zentralvenösen System herrscht ein Niederdruck von 2-8mmHg oder 3-12 cmH2O (Umrechnung: 1 mmHg ? 1,36 cmH2O). Eine verminderte Förderleistung des rechten Herzens führt zum Blutstau im venösen Schenkel, peripher immer bilateral imponierend.

Der Angulus sterni dient als Orientierungspunkt und liegt etwa 5cm über dem rechten Vorhof. Faustregel: Jede sichtbare Jugularisvenenfüllung über 3cm bei 45° Oberkörperneigung muß überprüft werden.

Erhöht bei