Versetzte Winde

Von Fachärzten verständlich geschrieben und wissenschaftlich überprüft

Versetzte Winde bedeutet Darmgase, die in Darmschlingen für eine Weile gefangen sind und Beschwerden bereiten. Sie führen zu Blähungen (Meteorismus). Dies kann bei stark abgeknicktem Verlauf des Dickdarms oder/und bei besonders starker Darmgasbildung vorkommen. Versetzte Winde sind wegen der Blähungsbeschwerden oft sehr unangenehm.

Fachinfos dazu siehe hier.


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Der Bauchumfang nimmt stark zu; es entsteht das Gefühl, dass der Gürtel zu eng wird. Nach dem Stuhlgang oder Ablassen von Darmgasen entspannt sich der Bauch für eine Weile. Die Beschwerden treten nach blähenden Speisen auf; sie sind morgens geringer sind nehmen zur zweiten Tageshälfte hin zu.

Versetzte Winde können zu krampfartigen Bauchschmerzen führen, so dass ein Arzt aufgesucht wird. Wenn die Ursache nicht gleich klar ist und schwerwiegende Ursachen ausgeschlossen werden müssen, kann eine Klinikeinweisung erforderlich werden. Eine Ursache, die zu sofortigem Handeln zwingt, ist ein Darmverschluss (Ileus).

Ursachen

Häufige Ursachen sind folgende:

  • Krankheiten, bei denen die Bewegungen des Darms unkoordiniert oder gestört ablaufen (Motilitätsstörungen): z. B. eine Entzündung, eine Störung der Nerven und der Muskulatur des Darms (intestinale Neuropathie, z. B. bei einer Zuckerkrankheit, nach einer Bauchoperation)
  • Hindernis für die Darmbewegungen, z. B. Verwachsungen (Briden), Abknickung des Darms, Tumor
  • Vermehrter Gehalt der aufgenommenen Nahrungsmittel an unverdaulichen Kohlenhydraten (z. B. in Hülsenfrüchten), die von Bakterien des Dickdarms unter Bildung von Darmgasen zersetzt werden.

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Verweise

Patienteninfos

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).