Stapler-Operation nach Longo

Die Stapler-Operation nach Longo ist eine elegante transanale Operationsmethode zur Behandlung von Hämorrhoiden. Sie wird auch “Anopexie nach Longo” bezeichnet.

Operationsmethode: Es werden nicht nur die Hämorrhoiden entfernt sondern auch die Schleimhaut kurz vor dem inneren Eingang zum Analkanal gestrafft. Damit werden auch leichte Marisken gestrafft. Mit Hilfe eines zirkulären Klammernahtgerätes wird ein etwa 2 bis 3 cm breiter Streifen aus der schmerzunempfindlichen Rektumschleimhaut herausgeschnitten. Die proximalen und distalen Schleimhautenden werden durch das Klammergerät neu miteinander verbunden. Die Klammernaht liegt knapp oberhalb der Grenze der Analschleimhaut zum Anoderm und damit tiefer als die Klammernaht der STARR-Operation.

Die Patientenakzeptanz ist sehr hoch, da keine schmerzhaften Wunden am äußeren Anoderm entstehen. Der stationäre Aufenthalt kann oft auf 1-2 Tage beschränkt werden.

Nachteile gegenüber den herkömmlichen Operationsmethoden sind eine manchmal auftretende geringe Sphinkterinsuffizienz mit Stuhlinkontinenz durch die Dehnung des Analkanals mit den Operationsgerätschaften. Auch können gelegentlich Hämorrhoiden erneut auftreten.

Verweise