Pulsstatus

Untersuchung

Pulse werden mit dem Zeige- und Mittelfinger palpiert. Zur Einschätzung der Pulswelle drückt der proximale Finger die Arterie ab während der distale den verbleibenden Puls fühlt. Um Arrhythmien nicht zu übersehen, sollte mindestens 30 Sekunden palpiert werden.
Die Palpation des Pulses lässt Rückschlüsse zu auf die Herzaktion, den systolischen und diastolischen Blutdruck und die Beschaffenheit der Arterien.

Pathophysiologie der respiratorischen Arrhythmie

Respiratorische Arrhythmie
Verschiedene Theorien werden diskutiert:

  • Verstärktes pooling von Blut durch Vergrößerung des Gefäßquerschnitts im Lungenkreislauf bei Inspiration, dadurch verminderte Füllung des linken Ventrikels in der Diastole (Vorlast). Vermindertes Ejektionsvolumen wird durch erhöhte Herzfrequenz bei der Inspiration ausgeglichen (HZV = EF * HF).
  • Durch inspiratorischen Lungenentfaltung wird der systemische venöse Rückfluss zum rechten Herzen verbessert. Die verbesserte rechtskardiale Füllung bedingt eine verstärkte Vorwölbung des Septums in den linken Ventrikel und führt so zu einer geringeren Auswurfleistung. Der systolische Blutdruck sinkt und durch Barorezeptoren wird kompensatorisch die Herzfrequenz erhöht.

Pulsformen

Verweise