Prostatavergrößerung

Eine Prostatavergrößerung gehört zu den normalen Alterungserscheinungen des Mannes. Sie kann gutartig sein, aber auch auf ein Prostatakarzinom hindeuten. Wegen des mit dem Alter zunehmenden Risikos eines Prostatakarzinoms sollte das Angebot von Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen werden.

Symptome

Bei einer Prostatavergrößerung kommt es meist zu einer Beeinträchtigung des Wasserlassens (Miktionsstörungen). Typisch sind ein oft dünner Wasserstrahl, eine unvollständige Entleerung der Blase, Nachtröpfeln, nächtlicher Harndrang (Nykturie). Es kann zu einem Harnverhalt kommen.

Diagnostik

  • Digitale Untersuchung, Palpation: Austastung mit dem Untersuchungsfinger zur Beurteilung von Größe (normal: Größe einer Kastanie), Oberfläche (normal: glatt) und Konsistenz (normal: fest elastisch, etwa wie weicheres Hartgummi).
  • Endosonographie: innere Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung von Größe und Struktur. Es lassen sich kleine Tumore erkennen und ihre Dignität (ob gut- oder bösartig) abschätzen.
  • PSA: Serummarker des Prostatakarzinoms (Blutabnahme vor einer geplanten digitalen Untersuchung!). Eignung als Verlaufsparameter.
  • Prostatabiopsie: Entnahme von Gewebeproben durch Punktion bei endosonographisch suspektem Befund und bei ansteigenden PSA-Werten.

Differenzialdiagnosen

Die palpatorisch festgestellte Prostatavergrößerung kann auf folgende Ursachen zurückzuführen sein:

  • Prostatitis: Entzündung der Prostata, schmerzhaft, glatte Oberfläche,
  • Prostatahyperplasie: allgemeine Vergrößerung der Prostata, glatte Oberfläche,
  • Prostataadenom: fokale Vergrößerung(en) der Prostata, gebuckelte Oberfläche,
  • Prostatakarzinom: bei fortgeschrittenem Stadium unregelmäßige Oberfläche, derbe bis harte Konsistenz, schlechte Abgrenzbarkeit, schlechte Verschieblichkeit des umgebenden Gewebes.

Verweise