Malum perforans

Das Malum perforans ist ein tiefes Geschwür (Ulkus) der Fußsohle, das als Komplikation bei Diabetes mellitus, aber auch bei neurologischen Krankheiten, wie der Tabes dorsalis oder Syringomyelie infolge einer Fehlbelastung gefunden wird.


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Ursachen

Beim Diabetes mellitus sind an der Entstehung des Malum perforans eine Polyneuropathie mit Gangstörung und eine Mikroangiopathie beteiligt. Die Störung der Sensibilität führt zu Fußfehlbelastungen (Senk-Spreizfuß) und einem eingeschränkten oder fehlenden Gefühl von Schmerzen an der Fußsohle. Die Mikroangiopathie führt zu Durchblutungsstörungen der Haut, speziell an stark belasteten Stellen. Eine Druckstelle kann daher – ähnlich wie bei einem Dekubitus – unbemerkt zum Geschwür werden.

Klinischer Befund

Malum perforans: wie ausgestanzt wirkendes tiefes Ulkus an der Fußsohle bei diabetischer Mikroangiopathie. Aspekt eines Charkot-Fußes.

Das Ulkus ist relativ scharf begrenzt, wirkt manchmal wie ausgestanzt und kann tief bis zum Knochen reichen. Es tritt vor allem an den Stellen auf, an denen ein Knochenende von innen auf die Fußsohle drückt, so z. B. unter den Köpfchen der Mittelfußknochen (Metatarsalia), aber auch an Druckstellen deformierter Knochen eines Charcot-Fußes.

Therapie

Die Behandlung ist des diabetisch bedingten Malum perforans wegen der bestehenden Mikroangiopathie langwierig. Sie basiert auf einer Druckentlastung beim Gehen, einer lokalen Infektions- und Entzündungstherapie und eine Verbesserung der Durchblutung.

Verweise


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