Kupfer

Kupfer ist ein Spurenelement, das insbesondere bei einer vermuteten oder nachgewiesenen Kupferspeicherkrankheit diagnostisch von Interesse ist.

Indikationen

Referenzwerte

Von Interesse ist i.d.R. zunächst das Gesamt-Kupfer im Serum.

  • Normalbereich 75 – 130 Mikrogramm/dl

Das freie Kupfer im Serum wird zur Differenzialdiagnostik von Kupferstoffwechselstörungen bestimmt.

  • Normalbereich < 10 Mikrogramm/dl

Bitte beachten: Die Normbereiche können von Labor zur Labor variieren.

Erhöhte Werte

Erhöhte Werte für das Gesamt-Kupfer im Serum finden sich bei Freisetzung aus Zellen, die Kupfer gespeichert haben. Besonders hohe Werte werden bei der Wilson-Krise erreicht. Sie können zu toxischen Zellschädigungen führen und so auch einen Blutzerfall (Hämolyse) auslösen.

Erniedrigte Werte

Erniedrigte Werte für das Gesamt-Kupfer im Serum finden sich beim Morbus Wilson. Bei dieser Stoffwechselkrankheit mangelt es an Coeruloplasmin, dem Transportprotein für Kupfer im Blut. Erniedrigte Kupferwerte führen zur weiteren Diagnostik, so zur Bestimmung von freiem Kupfer und von Coeruloplasmin im Serum. Beim Morbus Wilson ist typischerweise Coeruloplasmin erniedrigt und freies Kupfer erhöht.

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