Hypoparathyreoidismus

Hypoparathyreoidismus bedeutet Unterfunktion der Nebenschilddrüsen (Epithelkörperchen, Glandula parathyreoidea): es wird zu wenig Parathormon gebildet.

Ursachen

Der Hypoparathyreoidismus tritt selten als Komplikation einer Schilddrüsenoperation (Thyreoidektomie) auf; die Epithelkörperchen können versehentlich mit entfernt werden.

Auswirkungen

Da das Parathormon den Kalziumstoffwechsel entscheidend beeinflusst, wirkt sich eine Unterfunktion auf den Kalziumspiegel im Blut und den Knochenstoffwechsel aus. Es kommt zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Hypokalzämie, die im schwersten Fall schon nach 1-2 Tagen zu Symptomen (siehe hier) führt.

Pseudohypoparathyreoidismus

In diesem sehr seltenen Fall sind die Auswirkungen an Nieren und Knochen ähnlich einem echten Hypoparathyreoidismus. Die Zielorgane des Parathormons sind jedoch resistent gegen das Hormon; es findet sich bei einer genetisch bedingten Rezeptorstörung eine Osteodystrophie mit Kleinwuchs und eine Hyperphosphatämie mit konsekutiver Hypokalzämie. Es findet sich in der Regel eine reaktive Überfunktion der Nebenschilddrüsen, ein sekundärer, aber peripher wirkungsloser Hyperparathyreoidismus.

Verweise