Granulomatöse Lebererkrankung

Eine granulomatöse Lebererkrankung ist durch kleine Zellknötchen (Granulome) aus mononukleären Zellen in der Leber charakterisiert; die Granulome liegen meist in den Portalfeldern. Die Diagnose wird histologisch gestellt.

Alternative Bezeichnungen sind hepatische granulomatöse Erkrankung oder granulomatöse Hepatitis.


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Ursachen

Granulome im Lebergewebe finden sich bei verschiedenen Erkrankungen.

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Besonderheiten

Eine granulomatöse Lebererkrankung ist nur in einer histologisch erkennbar. Typischerweise besteht dabei keine echte Hepatitis, da entzündliche Infiltrationen im Leberparenchym fehlen. Im Punktat finden sich zahlreiche Granulome, die sowohl im Leberparenchym als auch in den Portalfeldern (oft ähnlich denen bei einer PBC) vorkommen können. An eine Sarkoidose (Morbus Boeck) und auch an eine Medikamentennebenwirkung muss immer gedacht werden. In seltenen Fällen kann auch eine Lebermanifestation ohne Lungenbeteiligung vorliegen.

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach der Grundkrankheit. Verdächtigte Medikamente (z. B. Allopurinol) sollten abgesetzt werden. Bei nicht infektiöser und sonst unklarer Ursache kann ein ex-juvantibus-Versuch mit Glukokortikoiden indiziert sein; häufig kommt es darunter zu einer deutlichen Besserung der Leberwerte und zu einem histologischen Verschwinden der Granulome.

Verweise