Emphysem

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Definition

Als Emphysem wird bezeichnet

  • das Lungenemphysem: Lungenbläschen verschmelzen zu größeren Blasen, die Gasaustauschfläche wird durch Reduktion der Alveolarsepten kleiner, so dass eine Ateminsuffizienz die Folge ist. Der Gefäßwiderstand für das rechte Herz steigt, so dass es zur Rechtsherzbelastung kommt.
  • das Hautemphysem: es kommt durch Luft im lockeren Unterhautbindegewebe zustande. Bei der klinischen Untersuchung erkennt man eine Hautauftreibung. Bei Druck spürt man platzende Bläschen, was auch als Knistern mit dem Stethoskop zu hören ist. Ursache ist eine Verletzung als Eintrittspforte (z. B. Rippenbruch, medizinisch-technischer Eingriff). Die Luft kann sich auch innerlich im lockeren Gewebe ausbreiten, so kann es zu einem Mediastinalemphysem oder einem Retroperitonealemphysem kommen.
  • Eine Sonderform ist das Weichteilemphysem bei Infektion einer Wunde, wie es beispielsweise beim Wundbrand oder Gasbrand (Infektion mit Clostridium perfringens und anderen) entsteht.

Verweise