Chronische Pankreatitis in Bildern

Die Seite “Chronische Pankreatitis in Bildern” vermittelt einen Eindruck über die bildlich darstellbaren Veränderungen der Bauchspeicheldrüse bei ihrer chronischen Entzündung. Hier sind Abbildungen bildgebender Verfahren, wie der Sonographie, ERCP und Computertomographie, zusammengestellt. Sie werden diagnostisch verwendet, einige lassen sich auch therapeutisch zur Beherrschung von Komplikationen einsetzen.

Diese Seite gehört zur Reihe Medizin in Bildern.


→ Über facebook informieren wir Sie über Neues auf unseren Seiten!


Sonographie

Zur allgemeinen Aussagekraft der Methode siehe unter Sonographie

Kalzifizierende Pankreatitis

Oberbauchquerschnitt (Schallkopf quer über der Mitte des Oberbauchs) durch der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Zu sehen sind Verkalkungen im Organ mit dorsalem Schallschatten, der krankhaft erweiterte Hauptausführgang der Bauchspeicheldrüse (Ductus pankreaticus). Erkennbar ist der Zusammenfluss der Mesenterialvene (V. mesenterica mit ihrem Blut aus dem Darm) und der Milzvene (V. lienalis) unterhalb des Pankreaskopfs.

 

Oberbauchquerschnitt mit Duplexsonographie der Oberbauchgefässe. Chronisch kalzifizierte Pankreatitis mit starker Erweiterung des Pankreashauptgangs (Ductus pancreaticus). Bereits eine solche Erweiterung gilt als starker Hinweis auf eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung; sie führt praktisch immer zu einer Retraktion funktionsfähigen Gewebes und damit zu einer Gangerweiterung.

→ Mehr zur chronischen Pankreatitis.

 

Pankreaspseudozyste

Oberbauchquerschnitt mit Darstellung einer riesigen Pseudozyste des Pankreas. Das Pankreasorgan selbst liegt kaudal und wird in dieser Position durch den Schallkopf nicht erfasst. “Reife” Zysten, wie diese, entwickeln einen narbig-derbe Berandung (heller, reflexreicher Rand), den frische Preudozysten noch nicht aufweisen. In dieser Phase ist die Gefahr einer Ruptur nicht mehr ganz so groß, und jetzt kann eine endoskopische Zystendrainage nach Einschätzung vieler Untersucher etwas sicherer durchgeführt werden.

→ Mehr zur Pankreaspseudozyste.
→ Mehr zur chronischen Pankreatitis.

 

ERCP

Zur Methode der ERCP siehe hier.

Chronische Pankreatitis

Erweiterung des Hauptausführgangs der Bauchspeicheldrüse (Ductus pankreaticus) und sakkuläre Ausweitungen der Nebenäste 1. Ordnung bei (in diesem Fall alkoholisch bedingter) chronischer Pankreatitis.

 

Pankreaspseudozyste: endoskopische Drainage

Große Pseudozyste im Pankreaskopf, die über den Pankreashauptgang durch ein Duodenoskop (ERCP-Gerät) kontrastiert wurde. Nun wird sie durch die Wand zum Zwölffingerdarm (transduodenal) punktiert. Eine solche Punktion und Kontrastierung kann auch sonographiegesteuert ohne zuvorige Anfärbung erfolgen. Ziel in diesem Fall war eine endoskopische Drainage der Zystenflüssigkeit, damit die Pseudozyste zusammenfallen und verwachsen kann.

 

Hier ist eine Drainage der obigen Pankreaspseudozyste durch endoskopische Einlage eines Stents angelegt worden. Das eine Stentende liegt im Duodenum (Zwölffingerdarm), das andere im Zystenlumnen, jeweils gekringelt, so dass der Stent nicht herausrutschen kann. Das ERCP-Gerät, über das der Stent eingelegt wurde, ist entfernt. Das Kontrastmittel ist abgeflossen. Die Darmschlingen enthalten noch viel insuffliertes Gas, das wegen der nötigen Sicht im Zwölffingerdarm während der Manipulationen eingebracht wurde. Es wird rasch von der Darmwand resorbiert und geht ab.

 

Computertomographie, CT

Zur Methode der Computertomographie siehe hier.

Chronische Pankreatitis mit Pseudozyste

Erkennbar ist

  • eine große Pankreaspseudozyste , die dem Pankreasschwanz aufsitzt, sowie
  • Verkalkungen im Drüsengewebe (Parenchym) der Bauchspeicheldrüse bei chronischer Pankreatitis.

Die Zyste imprimiert die Magenwand, die sich wegen Füllung mit einem Kontrastmittel sehr reflexreich (weiß) darstellt.

 


→ Über facebook informieren wir Sie über Neues auf unseren Seiten!


Verweise