Bridenileus

Beim Bridenileus handelt es sich um einen Darmverschluss durch Verwachsungsstränge (Briden), die durch eine Entzündung der Leibeshöle (Peritonitis) oder nach einer Operation im Bauchraum auftreten. Solche Verwachsungsstränge können den Darm einbeziehen und ihn daran hindern, seinen Inhalt geordnet fortzubewegen. Kommt es durch eine Bride zu einer Verengung (z. B. durch starke Darmabknickung), so stoppt die Propulsion dort und es kommt zu einem Stau des Darminhalts. Dies führt zu Darmkrämpfen, Völlegefühl und Brechreiz, später zu Erbrechen von fötide riechendem Darminhalt.

Die erste Phase ist durch eine erhebliche krampfartige Anstrengung des Darms gekennzeichnet, das Hindernis zu überwinden. Es werden starke Schmerzen im Sinne von Darmkrämpfen bei weichem Bauch (visceraler Bauchschmerz) verspürt. In dieser Phase können spritzende Darmgeräusche auskultiert werden.

In einer späteren Phase erschöpft sich die Darmmotorik, und es kommt bei der Auskultation zu einem auskultatorisch stillen, stark geblähten Bauch. Die Darmdehnung durch die Darmgase sind schmerzhaft.

Zur Diagnostik und Therapie siehe hier.
Patienteninfos siehe hier.


→ Über facebook informieren wir Sie über Neues auf unseren Seiten!


Verweise

Patienteninfos

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).