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STARR-Operation

STARR-Operation bedeutet Staplerunterstützte Trans-Anale Rektum-Resektion.

Die Operationsmethode dient der schonenden Entnahme von überschüssiger Wand des Rektums bei Intussuszeption und Rektozele.

Indikationen

Um die Indikation für eine STARR-Operation zu stellen, sollte eine ausgiebige Diagnostik durchgeführt werden. Diagnostisch spielen Anamnese, digitaler Tastbefund und Defäkographie eine entscheidende Rolle. Zudem wird bei Symptomen der Stuhlinkontinenz auch eine Endosonographie des Analkanals und eine Sphinktermanometrie erforderlich.

Als Indikationen werden gesehen:

Zu den Kontraindikationen gehören insbesondere Entzündungen und Tumore im Beckenbereich.

Methode der STARR-Operation

Nach Positionierung des Dilatators wird die sich vorwölbende überschüssige Rektumwand gefasst und durch das Staplergerät abgeschnitten. Die nun neu benachbarten proximalen und distale Darmwandanteile werden durch dieses Gerät gleichzeitig mit Hilfe kleiner Titanklammern miteinander "vertackert". So wird transanal (ohne Bauchschnitt) eine Anastomose hergestellt, die belastungsfähig ist. Durch die erfolgte Straffung können auch Hämorrhoiden, die in den Analkanal hinein rutschen, wieder hochgezogen werden. Die Klammernaht liegt etwa 5 cm oberhalb der Anokutanlinie und damit etwas höher als die . Wesentliche Schmerzen durch die Operation bestehen nicht. Meist können die Patienten nach 2-3 Tagen die Klinik wieder verlassen.

Erfolg der Starr-Operation

Der Erfolg ist sehr gut; es sollen bei guter Indikation bis über 90% der Operationen ein gutes bis sehr gutes Ergebnis aufweisen. Ob der erfolg anhält, hängt zum Teil von einer guten Stuhlgangsregulierung ab. Bei Obstipation wird ballaststoffreiche Kost und viel Flüssigkeit empfohlen, um den Stuhl geschmeidig zu machen; genaueres siehe hier.

Komplikationen sind offenbar gering: es können Blutungen auftreten; der Anastomosenring kann sich etwas verengen, es kann vorübergehend zu gehäuftem Stuhldrang kommen. Selten bleibt eine Stuhlinkontinenz über längere Zeit, wobei möglicherweise die Dehnung des Sphinkterapparats durch das Instrumentarium eine Rolle spielt.

Verweise