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Reizdarm - einfach erklärt

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[bearbeiten] Was ein Reizdarm ist

Das Reizdarmsyndrom wird medizinische als Irritables Darmsyndrom (IDS) oder englisch abgekürzt als IBD (irritable bowel syndrome) bezeichnet. Es beruht auf einer sehr unangenehmen und belastenden Eigenschaft des Darms, auf alles Mögliche überschießend zu reagieren. Insbesondere ist die Schmerzempfindlichkeit gesteigert, was besonders dann zu quälenden Beschwerden führt, wenn Blähungen auftreten. Und Blähungen treten beim Reizdarmsyndrom gehäuft auf, wenn zudem eine Unverträglichkeit von Nahrungsbestandteilen besteht. So findet man unter den Betroffenen viele, die beispielsweise eine Unverträglichkeit von Milch oder Milchprodukten oder speziell eine Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) haben.

Typischerweise geht die Beschwerdesymptomatik über viele Monate oder Jahre, ohne dass sich der Mensch ansonsten krank fühlen muss. Und typischerweise findet man bei der Ursachensuche keine organische Krankheit, die die Symptome ausreichend erklärt.

Wenn dies alles vorliegt, dann kann von einem Reizdarm ausgegangen werden.

[bearbeiten] Welche Beschwerden vorliegen können

Die Beschwerden umfassen

  • Bauchschmerzen, die oft mit dem Gefühl eines geblähten Bauchs einhergehen,
  • Stuhlgangsunregelmäßigkeiten, wobei
    • phasenweise Durchfälle überwiegen können,
    • phasenweise auch Verstopfung, oft auch
    • Durchfälle und Verstopfung abwechselnd,

[bearbeiten] Was die Beschwerden auslösen oder verstärken kann

Es gibt Hinweise auf eine genetische Veranlagung zum Reizdarmsyndrom. Die erste Manifestation kommt meist aber durch eine Auslösung zustande; als Auslöser lassen sich gelegentlich Erkrankungen, beispielsweise eine Durchfallserkrankung, oder eine besondere medikamentöse Therapie, beispielsweise eine Antibiotikabehandlung eines Infekts ausmachen.

Blähungen (Meteorismus) führen zur Dehnung des Dickdarms, die schmerzhaft empfunden wird. Untersuchungen haben ergeben, dass Patienten mit einem Reizdarmsyndrom schmerzhafter auf Dehnung reagieren als Menschen ohne diese Veranlagung.

Offenbar können psychologische Faktoren wie Stress die Symptome beeinflussen; im Urlaub können die Stuhlgangsunregelmäßigkeiten zur Ruhe kommen.

Wer als Reizdarm-Betroffener eine infektiöse Durchfallkrankheit (infektiöse Enteritis) durchmacht, hat ein erhöhtes Risiko, wieder eine Phase verstärkter Reizdarmsymptomatik zu bekommen.

Bei Frauen wird eine Verschlechterung der Beschwerden oft vor der Regel beobachtet.

[bearbeiten] Wie die Diagnose gesichert werden kann

Die Diagnose eines Reizdarmsyndroms ist im Wesentlichen eine Ausschlussdiagnose. Es müssen alle wichtigen organischen Krankheiten unwahrscheinlich gemacht werden. Und dann sollte mit berücksichtigt werden, wie lange die Beschwerden bereits bestehen. Wenn sie mal mehr, mal weniger ausgeprägt sind (fluktuieren) und sich insgesamt über ½ Jahr zurückverfolgen lassen, dann kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit von diesem Syndrom ausgehen.

Nach den alten ROME-Kriterien werden folgende Bedingungen gefordert:

  • Veränderung der Stuhlfrequenz (zu selten oder zu häufig)
  • Veränderung der Stuhlkonsistenz (zu fest oder breiig/flüssig)
  • Erleichterung nach Defäkation (Stuhlentleerung)

Die ROME-III-Kriterien beinhalten folgende Feststellungen:

  • abdominelle Beschwerden an mindestens 3 Tagen im Monat während der letzten 3 Monate mit Beginn insgesamt vor mehr als 6 Monaten

plus mindestens zwei der folgenden Kriterien

  • Besserung durch / nach Stuhlgang
  • Beginn in zeitlichem Zusammenhang mit Änderung der Stuhlfrequenz (häufiger / weniger häufig)
  • Beginn in zeitlichem Zusammenhang mit Veränderung der Stuhlkonsistenz (breiiger / fester)

[bearbeiten] Untersuchungen, die durchgeführt werden sollten

Zu den Untersuchungen gehören:

Infektiöse oder tumoröse Ursachen müssen ausgeschlossen werden.

[bearbeiten] Was noch von Interesse ist


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  Diese Seite wurde zuletzt am 16. September 2009 um 20:10 Uhr geändert.  


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