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MR-Sellink

Der MR-Sellink ist eine Darstellung des Dünndarms durch Magnetresonanztomographie.

Inhaltsverzeichnis

Aussagekraft

Es können Veränderungen der Dünndarmwand dargestellt werden, speziell auch in Gebieten, die der Endoskopie nicht zugänglich sind. Leider ist eine Beurteilung der Dambeweglichkleit nicht möglich (im Gegensatz zum konventionellen Enteroklysma nach Sellink).

Indikationen

Eine MR-Sellink-Untersuchung ist immer dann indiziert,

  • wenn Röntgenstrahlen (beim herkömmlichen Enteroklysma, Sellink-Untersuchung) vermieden werden sollen, insbesondere bei jungen Menschen, und
  • wenn Bereiche beurteilt werden sollen, die der konventionellen Endoskopie nicht zugänglich sind
  • wenn die Darmsonographie (besonders gut geeignet im Bereich des terminalen Ileums) keine Aussage zulässt.

Sie dient in erster Linie der Diagnostik der Ausbreitung des Morbus Crohn inklusiver seiner Komplikationen wie Fisteln und Abszessen, seltener aber auch der Suche eines Tumors im Dünndarmbereich.

Durchführung

Voraussetzung ist Nüchternheit von mindestens 8 Stunden. Vor der Untersuchung wird der Dünndarm mit in Wasser gelöster Methylzellulose aufgedehnt, zur Untersuchung wird u. U. ein Spasmolyticum (z. B. Buscopan, bei Kontraindikation für Buscopan wird oft Glucagon verwendet) injiziert, um den Darm zu dilatieren; auch wird ein Kontrastmittel (Gadolinium, Magnevist) zur Gewebekontrastierung verabreicht. Die Untersuchung selbst dauert nur wenige Minuten. Manche Menschen bekommen in der engen MR-Röhre Platzangst; ihnen kann u. U. ein Sedativum angeboten werden.

Alternative Darstellung des Dünndarms

Eine Zusammenstellung der gängigen bildgebenden Untersuchungsmethoden des Dünndarms siehe hier.

Verweise