Linaclotid ist ein Peptid, das als Agonist des Guanylatcyclase-C-Receptors auf den Darm motilitätsfördernd und schmerzhemmend und auf den Stuhl konsistenzmindernd wirkt. Es wird oral appliziert, aber schlecht resorbiert.
Wirkungen
Linaclotid entfaltet eine Reihe von Wirkungen, die bisher nicht alle gut verstanden werden.
- Es fördert die Darmbewegung,
- verkürzt die intestinale Transitzeit,
- erhöht die intestinale Chlorid- und Flüssigkeitssekrtetion
- und reduziert die Schmerzempfindung des Darms (im Tiermodell einer erhöhten stress- oder entzündungsbedingten Hypersensitivität, nicht bei normalen Versuchstieren) [1] [2].
Linaclotid bessert bei Patienten mit seltenem und zu hartem Stuhl in einer Dosis von 100 microg die Stuhlfrequenz und in einer Dosis von 1000 zudem die Stuhlkonsistenz [3].
Bei Menschen mit Verstopfung hebt Linaclotid durch seine antiobstipative Wirkung die Lebensqualität deutlich.
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Verträglichkeit
Linaclotid wird gut vertragen. Als einzige bedeutsame, aber dosisabhängige Nebenwirkung wird die Diarrhö erwähnt [4]. Alle Dosen zwischen 75 und 600 microg waren wirksam [5]. Andere Studien beziehen auch Dosen bis 1000 microg / d mit ein.
Indikationen
Nach bisherigen Erfahrungen bieten sich
für die Behandlung mit Linaclotid an. Die Dosis lässt sich für eine optimale Wirkung und Vermeidung einer Diarrhö individuell gut anpassen.
Verweise
Literatur
- ↑ Neurogastroenterol Motil. 2010 Mar;22(3):227-31
- ↑ Am J Gastroenterol. 2009 Jan;104(1):125-32
- ↑ Am J Gastroenterol. 2009 Jan;104(1):125-32
- ↑ Gastroenterology. 2007 Sep;133(3):761-8
- ↑ Gastroenterology. 2010 Mar;138(3):886-95.e1




