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Laktoseintoleranz

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Definition

Unverträglichkeit von Laktose (Milchzucker, Disaccharid aus Galaktose und Glukose) und von Nahrungsmitteln, die Laktose enthalten

[bearbeiten] Ursache und Entstehung

Das Disaccharid Laktose kann normalerweise im Dünndarm durch das Enzym Laktase in die Monosaccharide Glukose und Galaktose aufgespalten werden. Die Monosaccharide sind resorbierbar und gelangen ins Blut, während das Disaccharid nicht resorbiert werden kann und bei Verdauungsinsuffizienz weiter ins Kolon transportiert wird, wo es durch Dickdarmbakterien gespalten wird. Folge ist dort die Entstehung von Darmgasen (Meteorismus) und die Auslösung von wässrigen Durchfällen (Diarrhö). Die Darmgase führen bei vielen Menschen zu einer schmerzhaften Blähung des Kolons.

Ursachen können sein:

  • Angeborener Laktase-Mangel (selten): er führt zur Unfähigkeit, Laktose im Dünndarm zu spalten.
  • Dünndarmkrankheit (z. B. Sprue mit einer allgemeinen Verdauungsinsuffizienz
  • Schwäche in der Bildung der Laktase im Dünndarm, die mehr oder weniger ausgeprägt sein kann. Normalerweise sinkt die Laktasebildung nach dem Säuglingsalter (wo sie zur Verwertung der Muttermilch benötigt wird), persistiert jedoch in ausreichender Höhe, so dass normalerweise Milchgenuß auch im erwachsenenalter möglich bleibt. Bei einigen Menschen kann die Laktasebildung stärker absinken (wie z. B. in asiatischen Regionen).

[bearbeiten] Symptomatik

Gekennzeichnet ist die Laktoseintoleranz durch Blähungen, meist verbunden mit Bauchkrämpfen und Durchfällen. Die Ausprägung kann stark schwanken und von mild bis stark ausgeprägt reichen. Meist wird ein Reizdarm-Syndrom diagnostiziert, welches durch eine Laktoseintoleranz erheblich akzentuiert wird.

[bearbeiten] Diagnostik

  • Ex iuvantibus Auslassversuch aller Nahrungsmittel, die Milchbestandteile enthalten. Anschließend Reexposition mit z. B. einem Glas Milch.
  • Laktose-Belastungstest:
    • Resorptionstest: Laktose (50 g) wird oral zugeführt und anschließend Blutzucker alle 30 Minuten bestimmt. Bei Laktase-Mangel steigt der Zuckerspielgel nicht oder wenig an (um < 20 mg/dl).
    • Laktose-H2-Atemtest: Laktose (50 g) wird oral zugeführt und der H2-Gehalt der Atemluft gemessen. Er steigt bei Laktasemangel im Dünndarm stark an, da ungespaltene Laktose ins kolon gelangt und dort von den Bakterien unter Bildung von H2 zersetzt wird.

Bei einer Laktosebelastung reagieren Menschen mit stark ausgeprägter Laktoseintoleranz bereits während der Untersuchung mit z. T. erheblichen Bauchschmerzen, Gasbildung und Durchfall.

[bearbeiten] Therapie

Diätetische Beschränkung; Vermeidung laktosehaltiger Nahrungsmittel (Kennzeichnungspflicht der Nahrungsmittel seit 2005). Laktose kann als Zusatz auch in Medikamenten enthalten sein.

[bearbeiten] Laktosehaltige Nahrungsmittel

Auswahl:

  • Milch (Hinweis: es gibt laktosefreie Milch, so dass auf diese wichtige Kalziumquelle nicht verzichtet werden muss.)
  • Milchprodukte (z. B. Käse, Quark, Yoghourt, Kondensmilch, Milchspeiseeis, Kakaoprodukte mit Milch) außer bei Vermerk laktosefrei
  • viele Fertigmenues können als Zusatz Milchzucker enthalten (u.a. Kartoffelpüree, Fertigmenues
  • Würste
  • Milchbrötchen, sonstige mit Milch hergestellte Backwaren
  • einige Medikamente (Zusatzstoffe, Beipackzellel beachten!)
  • einige Abführmittel (Beipackzellel beachten!)

[bearbeiten] Verweise





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  Diese Seite wurde zuletzt am 11. April 2009 um 12:25 Uhr geändert.  


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