Definition
Kortikoide sind Hormone der Nebennierenrinde (Cortex). Häufig werden nur die Glukokortikoide gemeint, was aber bei einer Kommunikation geklärt werden muss.
Hormone der Nebenniere
Kortikoide sind Steroidhormone. Zu ihnen gehören
- die Mineralokortikoide (Aldosteron, gebildet in der Zona glomerulosa, äußere Schicht der Nebennierenrinde). Mangelkrankheit: bei Addison-Syndrom. Überproduktion: Conn-Syndrom. Einbindung der Aldosteron-Produktion in das Regelkreissystem des RAAS.
- die Glukokortikoide (Kortison und Abkömmlinge, gebildet in der Zona fasciculata). Mangelkrankheit: bei Addison-Syndrom. Überproduktion: Morbus Cushing. Stimulierung durch ACTH des Hypophysenvorderlappens. Weiteres siehe unter Glukokortikoide.
- Androgene (männliche Geschlechtshormone, z. B. Dehydroepiandrosteron, gebildet in der Zona reticularis, innere Schicht der Nebennierenrinde).
Im Nebennierenmark dagegen werden Adrenalin und Noradrenalin gebildet. Überproduktion: Phäochromozytom


