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Gastrointestinale Blutung

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Differentialdiagnosen (Auswahl)

[bearbeiten] Blutungsquellen im Ösophagus

[bearbeiten] Blutungsquellen im Magen

[bearbeiten] Blutungsquellen im Duodenalbereich

[bearbeiten] Blutungsquellen im Dünndarm

  • Angiodysplasien, Gefäßmalformation, Morbus Osler
  • hämorrhagische Entzündung
  • Dünndarmtumor (selten)

[bearbeiten] Blutungsquellen im Kolon / Rektum

[bearbeiten] Blutungsquellen im Analkanal


[bearbeiten] Gang der Diagnostik

[bearbeiten] Anamnese

Frage nach sichtbarer Blutung: Bluterbrechen (siehe auch Erbrechen), blutiger Stuhl? Bei blutigem Stuhl Nachfrage: Blut aufgelagert oder Stuhl mit Blut durchmischt? Reiner Blutstuhl? Teerstuhl (teerschwarz besagt, dass Blut hämatinisiert ist, was nur im Kontakt mit Magensäure vorkommt).

[bearbeiten] Endoskopie

Die Suche nach der Blutungsquelle wird in der Regel mit einer ÖGD (Ösophagogastroduodenoskopie, kurz Gastroskopie) begonnen. Bei negativem Ergebnis folgt die Koloskopie. Wenn beide Methoden keine Blutungsquelle nachweisen lassen und die Wahrscheinlichkeit für eine Blutungsquelle im Dünndarm steigt (was sehr selten ist), dann kann durch eine Pushenteroskopie, eine Ballonenteroskopie und eine Kapselendoskopie versucht werden, die Blutungsquelle zu lokalisieren.

[bearbeiten] Wenn die Blutungsquelle nicht lokalisiert werden kann ...

Ist die Blutungsquelle endoskopisch nicht zu sichern und treten immer wieder plötzlich große Blutverluste mit Hb   -Abfall auf, dann muß an seltene Ursachen wie ein Ulcus Dieulafoy oder eine Hämobilie gedacht werden. Eine extraintestinale Ursache eines Hb   -Abfalls sollte ausgeschlossen werden (Hämolyse, Hämoptysen, Nasenbluten). In der Phase einer aktiven Blutung kann u. U. eine Angiographie oder eine Erythrozytenszintigraphie hilfreich sein (wenn keine Kapselendoskopie zur Verfügung steht).

[bearbeiten] Therapie

Kleinere Blutungen kommen meist von selbst zum Stehen. Blutverdünnende Maßnahmen (z. B. ASS, Clopidogrel, Heparin, Marcumar bzw. Falithrom) müssen bei großen Blutungen (und sollten bei kleineren Blutungen wenn möglich vorübergehend) sistiert (oder zumindest in ihrer Dosis reduziert) werden. Abwägung im Einzelfall (z. B. bei künstlichen Herzklappen) erforderlich! Magenschutz mit Protonenpumpenblockern (PPI).

Mit Hilfe endoskopischer Verfahren kann in der Regel eine Blutung gestillt werden (Clip, Unterspritzung, Laserkoagulation etc.). Eine große Blutung, die nicht gestillt werden kann, muss operiert werden. Eine große Blutung aus einem Hinterwandulkus im Bulbus duodeni sollte gleich operiert werden. Wenn eine Operation nicht in Frage kommt, kann u. U. eine angiographische Embolisation des zuführenden Gefäßes zielführend sein. Meist wird der Verbrauch von 4 und mehr Blutkonserven zur Aufrechterhaltung des Kreislaufs als Op-Indikation gesehen.

Der Blatchford Risc Score gibt einen Hinweis darauf, welche Patienten mit oberer gastrointestinaler Blutung, die nachts oder wochenends in die Klinik eingeliefert werden, nicht unbedingt notfallmäßig endoskopiert werden müssen[1][2]. Verwendet werden klinische Parameter (sytolischer Blutdruck, Herzfrequenz, Teerstuhl, Lebererkrankung, Herzerkrankung) und Laborwerte (Hämoglobin-Wert). Scores von 0, 1 und 2 hatten Interventionsraten von 1.8%, 5.6%, and 11.5%. Beispielsweise ergibt ein Abfall des Hämoglobins auf unter 12 g/dl bei Männern und unter 10 g/dl bei Frauen plus ein Blutdruck unter 100 mm Hg bereits mindestens 3 Punkte und damit ein hohes Risiko einer notwendig werdenden Intervention. Ein systolischer Blutdruckwert von unter 90 mm Hg sowie eine Lebererkranung und eine Herzerkranung schlagen jeweils bereits mit 2 Punkten zu Buche.

[bearbeiten] Verweise

[bearbeiten] Literatur

  1. Arch Intern Med. 2007;167:265-270
  2. Am J Emerg Med. 2007 Sep;25(7):774-9






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  Diese Seite wurde zuletzt am 3. März 2009 um 14:00 Uhr geändert.  


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