Medizin Kompendium Diskussionsforen Medizinrecht Impressum

Eisenmangelanämie

Share

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Definition

Die Eisenmangelanämie ist eine durch Eisenmangel im Körper zustande gekommene Blutarmut.

[bearbeiten] Pathophysiologie

Wenn Eisen mangelt, kann der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin), der in Erythrozyten transportiert wird und für den Sauerstofftransport im Blut zuständig ist, nicht gebildet werden. Es werden zu wenig und zu kleine Erythrozyten im Knochenmark gebildet; die Zahl der Retikulozyten und der Hämoglobingehalt der Erythrozyten sind zu gering, die Erythrozyten sind zu klein. Damit ist die Eisenmangelanämie eine hypochrome mikrozytäre Anämie.

[bearbeiten] Ursachen

Zum Eisenmangel und damit zur einer Eisenmangelanämie kann es kommen,

  • wenn zu wenig Eisen in der Nahrung ist oder Eisen an der Aufnahme im Darm gehindert wird, was bei Vegetariern vorkommt,
  • Eisen verloren wird, was bei Blutungen zustande kommt. Chronische, nur geringe, dafür aber ständige Blutverluste können nicht bemerkt werden, besonders, wenn sie im Darm vorkommen (siehe unter gastrointestinale Blutung). Zur Entdeckung ist ein Test auf okkultes Blut (FOBT) oder eine Endoskopie erforderlich.
  • wenn Eisen vom Dünndarm nicht genügend aufgenommen werden kann, wie es beispielsweise bei einer Coeliakie (einheimische Sprue) der Fall ist.
  • wenn Eisen im Körper zwar vorhanden ist, aber für die Blutbildung nicht ausreichend zur Verfügung steht (z. B. bei der Tumoranämie).

[bearbeiten] Therapie

Die Behandlung der Eisenmangelanämie richtet sich nach der Ursache (siehe jeweils dort). Bei einer akuten Blutung kann eine Bluttransfusion indiziert sein, bei einer chronischem Eisenmangelanämie wird Eisen substituiert, wenn eine Eisenresorptionsstörung vorliegt parenteral.

[bearbeiten] Verweise










Nach Oben


  Diese Seite wurde zuletzt am 30. Mai 2010 um 08:20 Uhr geändert.  


Persönliche Werkzeuge