Echinokokkuszyste
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[bearbeiten] Erreger
[bearbeiten] Hundebandwurm
(Echinococcus cysticus) Am verbreitetsten, ruft solitäre Zysten hervor
Hauptwirt ist der Hund, jedoch auch Wild, der Fuchs, Haustiere, Rind, Schaf, Schwein.
[bearbeiten] Fuchsbandwurm
(Echinococcus multilocularis) Vor allem in Süddeutschland und Südeuropa verbreitet; Endwirt ist der Fuchs, selten der Hund.
[bearbeiten] Pathogenese
Penetration der Darmwand, 70% verbleiben in der Leber, 30% wandern in der Lunge; dort Entwicklung von Zysten (Hydatiden) mit dicker Wand.
Der E. cysticus führt zu großen Solitärzysten, Wachstum etwa 0,5 cm/Jahr; Symptomatik erst spät durch Gallenwegskompression, Ruptur oder Infektion.
Der E. multilocularis führt zu Hepatomegalie und Druck im rechten Oberbauch.
[bearbeiten] Diagnostik
[bearbeiten] Sonographie
Solitäre oder multilokuläre Zyste(n) mit dicker Wand (Unterschied zu Leberzyste)
-> Mehr zur Sonographie der Leber
[bearbeiten] Serologie
KBR (kann in 15% der Fälle negativ sein), Eosinophilie (fehlt in >60%)
[bearbeiten] Therapie
Resektion (Methode der ersten Wahl) ohne vorherige Probepunktion (Vermeidung einer peritonealen Aussaat)
Zuvor für 3 Monate Albendazol (10 mg/kg KG/d)[1] führt zur 94%igen Ausheilung.
Alternativ: Zystenpunktion, Ablassen des Inhalts, Instillation von 10-15%iger NaCl-Lsg., konz. Äthanol oder 1%igem Äthoxysklerol. Dies führt jedoch vermehrt zu Komplikationen wie allergischen Reaktionen, Zysteninfektionen und biliären Fisteln.
Die Therapie der E.-multilocularis-Zyste erfolgt primär chirurgisch.
[bearbeiten] Fußnoten
- ↑ nach Gil-Grande et al, Lancet 1993, 342:1269-1272




