Differenzialblutbild
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[bearbeiten] Definition
Das Differenzialblutbild ist eine Differenzierung der Blutkörperchen in Unterformen der weißen Blutkörperchen. Das Blut kann manuell und automatisch differenziert werden. Bei einer manuellen Differenzierung werden auch die roten Blutkörperchen begutachtet.
[bearbeiten] Differenzierung der weißen Blutkörperchen
In einem nach Giemsa gefärbten Blutausstrich lassen sich die Leukozyten mikroskopisch differenzieren in:
- neutrophile Granulozyten (ca. 60%), davon etwa 5% Stabkernige (jüngere Granulozyten) und 55% Segementkernige (reifere Granulozyten)
- eosinophile Granulozyten (ca. 1-5%)
- basophile Granulozyten (<1%)
- Monozyten (2 - 10%)
- Lymphozyten (20-40%)
- Plasmazellen (<1%)
Bei einer Leukämie können pathologisch geformte und deutlich vermehrte weiße Blutkörperchen gefunden werden.
[bearbeiten] Begutachtung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten)
Unter pathologischen Bedingungen finden sich
- Makrozyten: zu große Erythrozyten, bei Vitamin-B12-Mangel oder beim Alkoholschaden des Knochenmarks (siehe unter Makrozytose)
- Mikrozyten: zu kleine Erythrozyten, bei Eisenmangel bzw. Blutungsanämie (siehe unter Mikrozytose)
- Target-Zellen: Schießscheibenzellen bei der Thalassämie
- Sichelzellen: Ausdruck einer Anomalie des Hämoglobins, Vorkommen bei Afrikanern
- Erythroblasten: kernhaltige Vorstufen der Erythrozyten aus dem Knochenmark
- Fragmentozyten: "Eierschalenzellen" z. B. beim metastasierenden Siegelringkarzinom (siehe unter Magenkarzinom)
- Erythrozyten mit intrazellulären Malaria-Erregern




