Clostridium difficile
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[bearbeiten] Formen
[bearbeiten] Erreger
Clostridium difficile, grampositiver stäbchenförmiger Anaerobier. Kommt auch bei Gesunden im Kolon vor (Trägerstatus)
[bearbeiten] Pathogenese
Eine Infektion mit Clostridium difficile kann nach Antibiotikabehandlung oder zytostatischer Therapie oder bei allgemeiner Abwehrschwäche zu den intestinalen Symptomen führen. Voraussetzung für die Pathogenität der Erreger sind Enterotoxin A und Zytotoxin B. Toxin A bewirkt Mukosaschädigung durch Veränderung des Zytoskeletts und wässrige Sekretion. Toxin B ist ein 1000fach potenteres Zytotoxin als Toxin A, aber nicht enterotoxisch. Es kommt zur Exsudation von Flüssigkeit und Fibrin und zur Chemotaxis von Leukozyten.
[bearbeiten] Symptomatik
Wässrig-schleimiger bis blutig-schleimiger Durchfall, manchmal mit Bauchkrämpfen und Fieber verbunden. Die AAD tritt meist noch unter laufender Antibiotikatherapie auf, die PMC oft erst nach ihrem absetzen im Abstand von 1-4 Wochen, wenn überlebende Sporen neu auskeimen. Häufig zudem Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl
[bearbeiten] Diagnostik
Anzucht aus der Stuhlprobe (nicht beweisend für eine Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhö, heute daher obsolet), Toxinnachweis in Stuhlprobe durch monoklonale Antikörper gegen die Toxine A und B (heute Goldstandard). Endoskopisch bei der AAD entzündlich gerötete Kolonschleimhaut, bei der PMC typische fibrinoide Plaques auf der entzündeten Kolonschleimhaut.
[bearbeiten] Therapie
Absetzen des aktuell verwendeten Antibiotikums. Die Behandlung mit Metronidazol ist erste Wahl; 94% Ansprechrate, Ansprechen im Mittel nach 4-5 Tagen. Teicoplanin, Fusidinsäure oder orales Vancomycin sollten Reservemedikation für Patienten bleiben, die auf Metronidazol nicht ansprechen. Alle haben etwa gleiche Ansprechraten.
[bearbeiten] Prognose
Die Entwicklung von Serumantikörpern gegen Toxin A nach durchgemachter Clostridium-difficile-Infektion reduziert die Wahrscheinlichkeit eines neuen Auftretens auf ca. 15% und einer dritten Episode auf 5-10% [1].
[bearbeiten] Verweise
[bearbeiten] Patienteninfos
[bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Lancet 2001; 357: 189-193




