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Definition
Hemmstoffe der Cyclooxigenase-2 (COX-2)
Pathophysiologie
COX-2 wird in verschiedenen Organen und Geweben gefunden und katalysiert dort die Prostaglandinbildung. Folgende Funktionen sind u. a. von besonderer Bedeutung:
- COX-2 wird in Entzündungen vermehrt gebildet; seine Stoffwechselprodukte führen zu vermehrter Schmerzempfindung und fördern Fieber.
- COX-2 findet sich in aussprossenden Gefäßen, wie sie u. a. auch in chronischen Entzündungsprozessen oder in Tumoren vorkommen, und fördert über seine Produkte die Gefäßneubildung (Angiogenese).
- COX-2-Produkte spielen in Gehirn und Rückenmark eine Rolle bei der Schmerzverarbeitung
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Substanzen
Nichtselektive COX-2-Hemmer sind NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) wie Ibuprofen, Indometacin oder Diclofenac.
Selektive COX-2-Hemmer sind die Coxibe. Sie entwickeln weniger gastrale Nebenwirkungen als die unselektiven COX-2-Hemmer.
Wirkungen
- antientzündlich
- schmerzlindernd
- fiebersenkend
- tumorhemmend
Coxibe sind in letzter Zeit als mögliche Medikamente zur Behandlung von Tumoren ins Gespräch gekommen (Hemmung der Angiogenese, der VEGF und MMP-2 mRNA-Expression, damit Förderung der Tumorzell-Apoptose im Tiermodell des kolorektalen Karzinoms [1]) oder bei Meningiom [2]
Nebenwirkungen
Insbesondere müssen Nebenwirkungen am Magen (wie Magengeschwür) bedacht werden. Coxibe haben in dieser Beziehung weniger Nebenwirkungen als NSAR. Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit scheint das Risiko eines Herzinfarkts erhöht zu sein. Ungeklärt ist die Vermutung, dass COX-2-Hemmer das Risiko eine vorzeitigen Demenz erhöhen. Auch Leberschäden sind beschrieben. Eine Niereninsuffizienz kann sich verschlimmern.




