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Anämie

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Definition

Blutarmut (Hämoglobingehalt bei Männern < 14 g/dl, bei Frauen < 12 g/dl)

[bearbeiten] Ätiopathogenese

Ursache einer Anämie ist eine Dysbalance zwischen Bildung von Erythrozyten bzw. Hämoglobin und Abbau bzw. Verlust. Normalerweise wird täglich soviel an roten Blutkörperchen nachgebildet, dass der normale Verlust durch Alterung und Sequestrierung ausgeglichen wird. Auch ein überschießender Verlust kann durch eine Überschusskapazität abgefangen werden. Die Aktivität der Nachbildung erkennt man an der Zahl der Retikulozyten (jungen Erythrozyten mit Resten von Kernmaterial). Die Retikulozytenzahl beträgt bei normaler mittlerer Lebenszeit der Erythrozyten von 100-120 Tagen um 10-12 pro 1000 Erythrozyten.

Eine Bildungsstörung weist auf eine Störung im Knochenmark hin, wobei das Knochenmark selbst erkrankt sein kann oder auf einen Mangel an Stoffen, die zur Bildung notwendig sind, vorliegt (z. B. ein Eisenmangel oder ein Mangel an Vitamin B12).

Bei vermehrtem Verlust muss an eine verkürzte Lebenszeit der Erythrozyten (Hämolyse) oder einen Blutverlust (z. B. Blutung im gynäkologischen Bereich oder im Magendarmkanal) gedacht werden. Mehr dazu siehe unter Blutungsanämie.

[bearbeiten] Einteilung nach Häufigkeit

Folgende Formen finden sich in der überwiegenden Mehrzahl:

[bearbeiten] Hyperchrome makrozytäre Anämie

Ursachen können sein ein Vitamin-B12-Mangel eine Perniziöse Anämie (Morbus Biermer), beispielsweise bei Typ-A-Gastritis), eine toxische Knochenmarksschädigung (beispielsweise durch Alkohol) oder eine Tumorkrankheit. (Siehe auch unter Hyperchrome makrozytäre Anämie.)

[bearbeiten] Hypochrome mikrozytäre Anämie

Ursachen können sein ein Blutverlust (gastrointestinale Blutung, gynäkologische Blutung, sonstige Blutverluste, auch zu häufige Aderlässe), ein Eisenmangel durch Eisenresorptionsstörung (Eisenmangelanämie beispielsweise bei einer Dünndarmkrankheit wie der Sprue, dem Morbus Whipple oder dem Kurzdarmsyndrom) oder durch eine Eisenverwertungsstörung (beispielsweise bei einer Knochenmarkskrankheit oder einem Tumorleiden). (Siehe auch unter Blutungsanämie, Mikrozytäre Anämie und Eisenmangelanämie.)

[bearbeiten] Normochrome normozytäre Anämie

Eine Anämie ohne Veränderung der Größe und des Hämoglobingehalts der Erythrozyten kommt kurz nach einer großen Blutung zustande, wenn Flüssigkeit in das Blutgefäßsystem einströmt oder nach einer Flüssigkeitsinfusion. Sie kann man auch durch eine Kombination einer mikrozytären und hypochromen Eisenmangelanämie und einer maktozytären und hyperchromen perniziösen Anämie als Mischbild erhalten.

[bearbeiten] Diagnostik

  • Klinischer Verdacht: Blässe, Tachykardie, Kälteempfindlichkeit, Leistungsschwäche, bei ausgeprägter Anämie Atemnot schon in Ruhe.
  • Eisenbelastungstest: Resorption im oberen Dünndarm gestört? Zur Erklärung einer mikrozytären Anämie.
  • Knochenmarkbiopsie bei Verdacht auf Knochenmarkskrankheit (z. B. myelodysplastisches Syndrom, Infiltration von Tumorzellen, ggf. auch bei V. a. toxische Knochenmarksschädigung

[bearbeiten] Therapie

Die Therapie einer Anämie erfolgt je nach Ursache. Bluttransfusionen bei chronischer Anämie zurückhaltend, bei akuter frühzeitiger. Indikation zur Bluttransfusion unter Berücksichtigung der klinischen Symptomatik. Sie werden vielfach z. B. bei Hämoglobin unterhalb 7 g/dl durchgeführt, bei einer Herzinsuffizienz, Angina pectoris, besonderer Abgeschlagenheit oder Atemnot auch schon bei einem Hb    von etwa 8 oder 9 g/dl oder darüber.

[bearbeiten] Verweise

[bearbeiten] Fachinfos

[bearbeiten] Patienteninfos



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  Diese Seite wurde zuletzt am 30. Mai 2010 um 08:00 Uhr geändert.  


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