Ösophagospasmus
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Synonym
Spastischer Ösophagus, in starker Ausprägung: Nußknackerösophagus
[bearbeiten] Definition
Funktionsstörung des Ösophagus mit verstärkten und verlängerten Kontraktionen
[bearbeiten] Ätiopathogenese
Sie ist nicht bekannt. In einigen Fällen kann eine lokale Überreaktion der Muskulatur des Ösophagus (ähnlich der Bronchospastik bei der chronisch obstruktiven Lungenkranheit vorliegen. Gelegentlich findet man eine Gewebseosinophilie (eosinophilen Ösophagitis).
[bearbeiten] Symptomatik
Intermittierende oder sporadische retrosternale Verkrampfungen wie bei Angina pectoris, ähnlich auch wie beim Ösophagospasmus. Selten Dysphagie oder Sodbrennen
[bearbeiten] Diagnostik
Röntgenbreischluck: in der akuten Phase typisches Bild perlschnurartiger Kontrastmittelabschnürungen, die zum Magen hin fortbewegt werden (siehe unter Nussknackerösophagus).
Endoskopie: ÖGD zur Untersuchung auf eine Refluxösophagitis und eine eosinophile Ösophagitis
Ösophagusmanometrie: verlängerte propulsive Kontraktionen bis über 160 mm Hg bei normaler Erschlaffung des unteren Ösophagussphinkters (der Befund kann intermittierend auftreten, so dass die Untersuchung ggf. wiederholt werden muss)
pH-Metrie über 24 Stunden: zum Ausschluss einer Refluxkrankheit
[bearbeiten] Differentialdiagnosen
Koronare Herzkrankheit, hyperaktive Phase der Achalasie, unspezifische Motilitätsstörungen des Ösophagus, Refluxkrankheit
[bearbeiten] Therapie
Versuch mit Nifedipin vor den Mahlzeiten
[bearbeiten] Verweise




