mTOR-Hemmer

mTOR-Hemmer sind eine Gruppe von Substanzen, die die mTOR-Signalwege (mTORC1 und mTORC2) unterbrechen. Sie werden gezielt entwickelt, da sie als Medikamente gegen überschießende Immunreaktionen außergewöhnlich wirksam sein können.

Das erste Beispiel für einen mTOR-Hemmer ist Rapamycin, das als Sirolimus bekannt ist. Weiterentwicklungen mit günstigeren pharmakologischen Eigenschaften werden als Rapaloge (Rapamycin-Analoge) zusammengefasst. Nachfolgepräparate sind beispielsweise Everolimus, Temsirolimus, Ridaforolimus und Deforolimus. Sie wirken über eine Hemmung der Proteinsynthese und des Zellzyklus und einer Verstärkung von Apoptose (programmierter Zelltod) und Autophagie.

Günstige Erfahrungen mit mTOR-Hemmern sind gesammelt worden

  • bei der Dämpfung immunologischer Reaktionen in der Behandlung von Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantation,
  • bei der Behandlung der tuberösen Sklerose und
  • in der Behandlung von Krebsarten, so z. B. von neuroendokrinen Tumoren, Brustkrebs oder dem subependymalen Riesenzellastrozytom des Gehirns.

Weitere Indikationen, so z. B. die Behandlung bestimmter Formen der Epilepsie und des Autismus, scheinen möglich. Das Gebiet der mTOR-Hemmer ist in rascher Entwicklung (siehe hier).


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Verweise